Nach einem bereits deutlichen Minus von 13,6 % im Jahr zuvor hat die Landwirtschaftliche Rentenbank 2024 bei ihren Programmkrediten einen regelrechten Einbruch verzeichnet. Sie meldete für diese am 28. Januar bezogen auf das vergangene Geschäftsjahr einen Rückgang des Neugeschäftes über alle Sparten hinweg um 41,1 % auf 3,602 Mrd. Euro. Das gesamte Förderneugeschäft schrumpfte um 26,3 % auf 7,925 Mrd. Euro. Das Betriebsergebnis der Rentenbank vor Risikovorsorge und Bewertung lag mit 161,6 Mio. Euro aber „nur“ um 18,1 % unter dem Niveau von 2023.
Fast vollständig zum Stillstand gekommen ist das Förderneugeschäft mit den erneuerbaren Energien. Es belief sich nur noch auf 76 Mio. Euro, was ein Minus von 773 Mio. Euro oder 91,0 % zu 2023 bedeutete. Im Jahr 2022 waren hier neue Förderkredite über fast 1,6 Mrd. Euro ausgegeben worden. Für die Sparte „Agrar- und Ernährungswirtschaft“ weist die Rentenbank für 2024 eine Abnahme von 53,8 % auf 345 Mio. Euro aus. Die Ursache für diese Entwicklungen sieht das Förderinstitut im Wesentlichen „im hohen EU-Basiszinssatz“.
Bei den Programmkrediten für die „Ländliche Entwicklung“, die maßgeblich auf der Darlehensnachfrage der Landesförderinstitute fußen, verringerte sich das Neugeschäft im Jahresvergleich um 40,4% auf 1,736 Mrd. Euro. Dieser Rückgang ist der Rentenbank zufolge insbesondere vor dem Hintergrund eines sehr starken Vorjahres zu sehen.
Neugeschäft nochmals im Minus
Im Geschäftsfeld „Landwirtschaft“, das 2023 um 21,1 % zurückgegangen war, schwächte sich das Minus ab. Das Neugeschäft verringerte sich hier im Berichtsjahr nur noch um 9,9 % auf 1,438 Mrd. Euro. „Wie fast alle Branchen in Deutschland investiert auch die Landwirtschaft derzeit zu wenig“, stellte die Sprecherin des Vorstandes der Rentenbank, Nikola Steinbock, dazu fest. Aber die Landwirte wollten und müssten investieren, um sich für die Zukunft gut aufzustellen. Dazu bedarf es laut Steinbock aber mehr Planungssicherheit, damit sie wirtschaftlich gute und tragfähige Entscheidungen für ihre Betriebe treffen könnten.
In eigener Sache stellte Rentenbank-Finanzchef Dr. Marc Kaninke heraus, dass die Bank, um gut aufgestellt zu sein, in eine moderne IT und weiterhin in gut ausgebildetes, engagiertes Personal investieren müsse. Allein in den vergangenen fünf Jahren sei die Rentenbank um etwa 150 Mitarbeitende auf aktuell 450 gewachsen.















