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Magazin on track – das Magazin 2021

Interview mit Frank Driver, Kubota :

„Eine spätere Übernahme ist nicht ausgeschlossen“

Frank Driver, Direktor Human Ressources bei der Kubota Deutschland GmbH, gibt Tipps für ein gelungenes Praktikum und erklärt, welche Chancen damit verbunden sind.

Interview mit Frank Driver, Kubota: „Eine spätere Übernahme ist nicht ausgeschlossen“

Anna Drüker, Simon Breder, Nicola Schneider, Jörg Schneider, Frank Driver, Fabiano Hensen (v. l.).

Frank Driver ist Direktor HR und Allgemeine Verwaltung bei Kubota Deutschland.

Frank Driver ist Direktor HR und Allgemeine Verwaltung bei Kubota Deutschland.

on track: Welche Art von Arbeiten können Praktikanten bei Ihnen erledigen?

Frank Driver: Wir legen Wert darauf, dass es möglichst abgegrenzte Themen oder Projekte sind. Das ist zwar nicht immer möglich, manchmal sind es auch Abschnitte eines großen Projekts, die einzelne Praktikanten nacheinander abarbeiten. Aber wichtig ist mir, dass das Praktikum nicht in der alltäglichen Arbeit im Tagesgeschäft untergeht. Das ist für beide Seiten unbefriedigend. Dass Praktikanten mangels Arbeit Langeweile haben oder nur Kaffee kochen, gibt es bei uns nicht. Im Gegenteil: Wir müssen auch darauf achten, dass wir die jungen Menschen nicht mit Arbeit überfrachten.

Was wünschen Sie sich dabei von den Bewerbern?

Uns sind Menschen am liebsten, die viel Eigenmotivation mitbringen und selbstständig arbeiten können. Wir haben zwar 200 Mitarbeiter, aber nur wenige Abteilungen der Firma sind überhaupt für ein Praktikum geeignet. Es gibt zwar einen festen Ansprechpartner für jeden Praktikanten, der auch einen Leitfaden für die Arbeit und die Prioritäten der Arbeiten vorgibt. Aber dieser ist nicht nur für deren Betreuung abgestellt. Das selbstständige Arbeiten entlastet uns, bringt aber auch dem Absolventen etwas für sein späteres Berufsleben. Art und Umfang der Projekte, die wir vergeben, hängen natürlich auch von der Persönlichkeit und den Vorkenntnissen des Praktikanten ab. Die Bewerber sollten sich auch schon mit dem Unternehmen auseinandergesetzt haben und möglichst eigene Vorstellungen zum Praktikum mitbringen.

Was spricht Sie in den Bewerbungsunterlagen besonders an? 

Ich freue mich immer, wenn ich in den Unterlagen eine gewisse Individualität spüre, die das Besondere des Bewerbers unterstreicht. Es kommt nicht so sehr auf die Noten an, sondern eher auf Kompetenzen abseits des Standardweges wie Praktika, Auslandsaufenthalte, Ferienjobs als Vorführfahrer und ähnliches. Selbstverständlich ist für ein internationales Unternehmen wie unseres auch die englische Sprache.

Wählen Sie die Praktikanten auch danach aus, ob sie eventuell als spätere Mitarbeiter infrage kommen?

Ja, durchaus übernehmen wir gute Leute auch in unseren Personalstamm, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Das ist auch ein wichtiger Aspekt bei dem Praktikum: Es dient beiden Seiten, sich im Arbeitsalltag kennen zu lernen.

Wie lange sollte ein Praktikum mindestens sein?

Wir halten mindestens vier Monate, besser sechs, für sinnvoll. Denn es braucht seine Zeit, bis die jungen Leute in die Prozesse eingeführt sind und eigenständig arbeiten können. Nicht selten verbinden sie auch Praktikum mit einer Abschlussarbeit. Auch das ist bei uns möglich.

Das Fragen stellte Hinrich Neumann.

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