Im Vorfeld der Agritechnica 2025 kündigt die Rauch Landmaschinenfabrik eine unabhängige, herstellerübergreifende Softwareplattform an. Field- Engine wurde gemeinsam mit Krone, Zunhammer und Nexat entwickelt und soll eine Alternative zu den proprietären Lösungen einzelner Konzerne bieten.
Nach Unternehmensangaben basiert FieldEngine auf einem bewährten Vorgängersystem, das von Rauch und den Konsortialpartnern technisch und agronomisch maßgeblich weiterentwickelt wurde. Das System adressiert zentrale Prozesse der Betriebsführung – darunter Flächen- und Maschinenverwaltung, die Erstellung und Zuweisung von Applikationskarten sowie eine lückenlose Dokumentation.
Zur Sicherstellung einer breiten Maschinenkompatibilität unterstützt FieldEngine etablierte Standards wie ISOXML und die agrirouter-Plattform. Insbesondere Betreiber gemischter Flotten, die sich nicht auf eine einzige Herstellerwelt beschränken wollen, sollen davon profitieren. Damit lege die Software die Grundlage für Interoperabilität in der Landwirtschaft 4.0.
Enge Vernetzung
Aktuell erfolgt die Einführung in Zusammenarbeit mit Pilotbetrieben im deutschsprachigen Raum. Eine schrittweise internationale Expansion ist bereits in Planung. Die erste Ausbaustufe richtet sich an Betriebe in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die nach Angaben des Unternehmens Wert auf praxisnahe Lösungen und durchdachte Maschinenintegration legen.
Als Spezialist für Düngertechnik bringt Rauch langjährige Erfahrung in der Präzisionslandwirtschaft in die Systementwicklung mit ein. Im Fokus steht dabei nicht nur die technische Integration von Maschinen, sondern auch das Zusammenspiel zwischen digitaler Planung und physischer Ausbringung.
Wie das Familienunternehmen aus Rheinmünster weiter mitteilt, versteht es unter Innovation nicht allein technologische Weiterentwicklung, sondern auch die Förderung von Unabhängigkeit und Offenheit in der digitalen Landwirtschaft. Im Mittelpunkt stehe dabei die enge Vernetzung mit anderen Maschinenherstellern sowie mit Partnern aus dem vor- und nachgelagerten Bereich. Ziel sei es, Vorteile für den Endnutzer in der landwirtschaftlichen Praxis zu schaffen.













