Raps-Radar - Erntebare Flächen wieder über eine Million Hektar – Konstanter Anstieg auch in Sachsen-Anhalt

Nach einem Tiefstand der Winterrapsfläche im Jahr 2019 mit 912.248 Hektar ist die Anbaufläche in 2022 in Deutschland erstmalig wieder größer als eine Million Hektar. Im Vergleich zu 2021 ist die Fläche um 100.000 Hektar auf knapp 1,08 Millionen gewachsen.

Diese Entwicklung spiegelt sich auch am Beispiel von Sachsen-Anhalt wider. Bedingt durch den trockenen Spätsommer in 2018 war die Anbaufläche im Erntejahr 2019 mit 80.613 Hektar auf einem historischen Tiefstand und der Winterraps verlor seine Position als zweithäufigste Anbaukultur. Seitdem ist die Winterrapsfläche konstant gestiegen. In 2022 stehen auf 5.251 Feldern insgesamt 133.845 Hektar. Bedeutendste Rapsregion dort ist die Magdeburger Börde.

Raps-Radar: Erntebare Flächen wieder über eine Million Hektar – Konstanter Anstieg auch in Sachsen-Anhalt

Landkreis Börde: Winterraps wurde in der Börde auf 742 Feldern mit einer durchschnittlichen Größe von 24 Hektar auf einer Gesamtfläche von knapp 18.000 Hektar angebaut.

Auch wenn die Landwirte in Sachsen-Anhalt weiterhin mit einer massiven Feldmausplage kämpfen (seit 2019 gelten für die einzig noch verbliebenen Zinkphosphide deutliche Einschränkungen, sodass sie kaum noch genutzt werden dürfen), sorgten die guten Aussaatbedingungen im Herbst 2021 und die hohen Rapspreise für einen Anstieg der Winterrapsfläche. Der durchschnittliche Rapsertrag in Sachsen-Anhalt wird zum Stand 31.05. von Kleffmann Digital auf 37.97 dt/ha prognostiziert. Höchsterträge von 41 dt/ha werden im Burgenlandkreis, sowie 40 dt/ha im Landkreis Börde und im Saalekreis erwartet. Der Durchschnittsertrag in Deutschland (Stand 31.05.) liegt bei 37.77 dt/ha. Für das kommende Anbaujahr erwartet Kleffmann Digital einen weiteren deutlichen Anstieg der Winterrapsfläche in Deutschland und Europa.

Raps-Radar in Zusammenarbeit mit Kleffmann Digital. Weitere Infos unter Kleffmann.digital oder bei Fragen: info @ kleffmann.digital

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