Polen:

Weiter sehr kleine Strukturen

Der Durchschnittsbetrieb bewirtschaftet 11,2 Hektar

Polens Landwirtschaft bleibt im Vergleich mit anderen europäischen Ländern klein strukturiert. Nach Erhebungen der staatlichen Agentur für Umstrukturierung und Modernisierung der Landwirtschaft (ARiMR) liegt die durchschnittliche Flächenausstattung der Agrarbetriebe in diesem Jahr bei 11,2 Hektar. Im Vergleich zu 2020 bedeutet das einen minimalen Anstieg. Jedoch passen aktuell fünf polnische Höfe in einen deutschen Durchschnittsbetrieb, dessen Größe laut Statistischem Bundesamt (Destatis) im vergangenen Jahr bei rund 63,0 Hektar gelegen hat.

Noch deutlicher werden die Unterschiede, wenn man die Betriebsgrößen im Westen Polens und im Osten der Bundesrepublik miteinander vergleicht: Während die Agrar- unternehmen in der Woiwodschaft Lebus an der deutsch-polnischen Grenze im Schnitt 22,75 Hektar bewirtschaften, verfügte im benachbarten Brandenburg jeder Betrieb über durchschnittlich 242,0 Hektar, also fast elfmal so viel Fläche.

Deutliche Unterschiede in der Flächenausstattung der landwirtschaftlichen Unternehmen gibt es aber auch zwischen den polnischen Regionen. Spitzenreiter ist hier nach Angaben der staatlichen Agentur die Wojewodschaft Westpommern, wo jeder landwirtschaftliche Betrieb im Schnitt über 32,6 Hektar verfügt. Am anderen Ende der Skala befindet sich Kleinpolen; dort werden im Mittel gerade einmal 4,2 Hektar bewirtschaftet.

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