Kaufpreise für staatliche Böden kräftig gestiegen

Südwesten mit 9.400 Euro pro Hektar an der Spitze

In Polen haben die Kaufpreise für landwirtschaftliche Nutzflächen aus öffentlicher Hand zuletzt kräftig zugelegt. Nach Angaben der Behörde für Agrarförderung (KOWR) lag der durchschnittliche Veräußerungswert bei den Flächen in staatlichem Besitz 2019 mit umgerechnet rund 7.164 Euro/ha um 17 % über dem mittleren Preis des Vorjahres.

Der Gesamtumfang der Verkäufe fiel mit 3.025 ha allerdings vergleichsweise klein aus. Auch die Größe der Einzellose überstieg nur selten 1 ha. Je nach Region und Bodenwert gingen die Verkaufspreise weit auseinander: Laut den amtlichen Erhebungen wurden in der Wojewodschaft Oppeln im Südwesten des Landes die höchsten Erlöse erzielt. Hier mussten im Schnitt 9.400 Euro pro Hektar Ackerland gezahlt werden. Kaum weniger teuer waren die Flächen im westpolnischen Lebus in direkter Nachbarschaft zu Deutschland. Günstiger kamen Käufer in der Landesmitte an Flächen aus staatlicher Hand: In der zentralpolnischen Wojewodschaft Łódź wurden solche Areale im Durchschnitt für knapp 4.000 Euro je Hektar verkauft. Nur unwesentlich mehr mussten Kaufinteressierte im Bezirk Lublin an der Grenze zu Weißrussland und der Ukraine zahlen.


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