Magazin Landwirtschaft

Polen :

Aktuell deutlich weniger Getreide und Raps als 2017 erwartet

Rückgänge von bis zu einem Viertel prognostiziert

Die Dürre der vergangenen Wochen hat auch in Polen deutliche Spuren auf den Feldern hinterlassen. Beim Ausmaß der Schäden gehen die Schätzungen aber noch deutlich auseinander. Während das Nationale Forschungsinstitut für Agrar- und Ernährungswirtschaft (IERIGZ) aktuell noch davon ausgeht, dass die Getreideernte 28,5 Mio. t erreichen könnte, ist das Staatliche Zentrum für Agrarförderung (KOWR) deutlich pessimistischer gestimmt und rechnet nur einem Aufkommen zwischen 26,8 Mio. t und 28,5 Mio. t. Das Ergebnis von 2017 wird jedenfalls deutlich unterschritten; im vergangenen Jahr waren laut Nationalem Statistikamt 31,9 Mio. t Getreide geerntet worden.

Der Verband der polnischen Getreideproduzenten hat noch keine Schätzung für 2018 vorgelegt. Er geht aber aktuell davon aus, dass die Erträge beim Wintergetreide wenigstens um 10 % und bei den Sommerungen mindestens um ein Viertel unter den Vorjahreswerten liegen werden. Der Verband der Ölsaatenerzeuger erwartet mit Blick auf Rapsernte ebenfalls ein deutliches Minus zum Vorjahr: Seiner aktuellen Prognose zufolge dürften rund 2 Mio. t Raps vom Feld geholt werden; das wären rund 25 % weniger als 2017.


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