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Pöttinger :

Zweistelliges Umsatzplus

Alle Hauptmärkte mit Steigerungen – Neues Werk in St. Georgen bei Grieskirchen in Planung

Pöttinger: Zweistelliges Umsatzplus

Neue Montagehalle in Grieskirchen.

Die Geschäftsführung: Jörg Lechner, Dr. Markus Baldinger, Gregor Dietachmayr, Wolfgang Moser, Herbert Wagner (v. l.).

Die Geschäftsführung: Jörg Lechner, Dr. Markus Baldinger, Gregor Dietachmayr, Wolfgang Moser, Herbert Wagner (v. l.).

Im Geschäftsjahr 2017/2018 konnte das österreichische Familienunternehmen Pöttinger den Wachstumskurs wieder aufnehmen und erfolgreich mit einem Umsatzrekord abschließen. Der erzielte Umsatz von 354 Mio. Euro entspricht einer Steigerung von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Erreicht wurde dieses gute Ergebnis mit 1.775 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Der Grünlandbereich ist mit 59 Prozent der Haupt-Umsatzträger, gefolgt von Bodenbearbeitung und Sätechnik mit rund 27 Prozent.

Die weltweit positive Entwicklung in der Landtechnik wirkten sich im Grünlandsegment, wie auch in der Bodenbearbeitung und Sätechnik in gleicher Dimension aus: Pöttinger konnte ein Wachstum von 16 Prozent in beiden Segmenten erreichen.

Besonders stark gewachsen sind die Produktbereiche Pflüge und Sämaschinen. Ausschlaggebend seien vor allem die zahlreichen Produktinnovationen gewesen, so die Unternehmensleitung.

Das neue Ersatzteil-Logistikcenter war in diesem Geschäftsjahr erstmals in vollem Betrieb. Das wirkte sich positiv auf die Leistungsfähigkeit aus, da etwa 13 Prozent mehr Positionen versendet werden konnten. Das Wachstum bei Ersatzteilverkäufen macht vier Prozent aus.

Die konsequente Weiterentwicklung in den internationalen Märkten ist ein zentrales Element für den erfolgreichen Wachstumskurs. Dies wird durch eine Exportquote von 90 Prozent deutlich belegt.

International gute Ernte eingefahren

Rund 60 Prozent des Gesamtumsatzes werden in den Ländern Deutschland, Frankreich, Österreich, Polen, Schweiz und Tschechien erzielt. Deutschland mit rund 20 Prozent und Frankreich mit 14 Prozent Anteil stellen die größten und wichtigsten Einzelmärkte dar. In der abgelaufenen Periode seien in beiden Märkten „bedeutsame“ Zuwächse erzielt worden, heißt es in einer Pressemitteilung.

Mit rund zehn Prozent vom Gesamtumsatz zählt Österreich nach wie vor zu den stärksten Einzelmärkten und zeigt, dass Pöttinger Maschinen auch in der kleinstrukturierten Landwirtschaft anerkannt sind.

Mit besonders hohen Zuwächsen haben Polen und das Baltikum die Erwartungen deutlich übertroffen. Die kürzlich zur Pöttinger Skandinavien zusammengeführte Vertriebsorganisation im hohen Norden hat sehr erfreulich abgeschlossen. Schweden hat den Umsatz beinahe verdoppelt. Auch die Region Benelux zeigt eine Steigerung des Umsatzes um die Hälfte.

Produktion

Die nach oben korrigierten Produktionspläne, die Inbetriebnahme der neuen Montage- und Logistikhalle und die umfassende Modernisierung der Teilefertigung bei laufendem Betrieb am Stammwerk in Grieskirchen, haben das Unternehmen stark gefordert. Dabei habe die gesamte Belegschaft wiederum außergewöhnlichen Einsatz und maximale Flexibilität aufgebracht.

Forschung und Entwicklung

Digitalisierung und hochentwickelte Sensortechnologie bestimmen die Forschungs- und Entwicklungsthemen. Auch hier kann das Unternehmen beachtliche Erfolge vorweisen, wie z. B. vier Silbermedaillen auf der Agritechnica 2017 für besondere Innovationen.

Ausblick – Pfad geebnet für weiteres Wachstum

Pöttinger war im abgelaufenen Geschäftsjahr mit bedeutenden Veränderungen konfrontiert: Nachdem sich Heinz Pöttinger im Dezember 2017 aus der operativen Geschäftsführung zurückgezogen hat, wurde ein Team bewährter Manager zur Weiterentwicklung des Unternehmens berufen.

Auf jeden Fall hat das öster- reichische Landtechnikunternehmen die konjunkturell ruhige Phase der Jahre vor 2017 genutzt und sich auf das erwartete Wachstum vorbereitet: Neben der Entwicklung der internationalen Absatzmärkte hat der Maschinenbauer in den letzten Jahren massiv in seine Standorte investiert. Das Sätechnikwerk in Bernburg (D) und das Kompetenzzentrum für Bodenbearbeitung in Vodnany (CZ) wurden erweitert und auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Am Stammsitz in Grieskirchen (A) wurde mit einem Investitionsvolumen von 25 Mio. Euro eine Hallenerweiterung um 12.000 m2 realisiert und das Produktionslayout reorganisiert.

Um den Kundenansprüchen und dem steigenden Bedarf an Großtechnik gerecht zu werden, ist ein neues Werk in Planung. In St. Georgen bei Grieskirchen sollen Rundballenpressen und Ladewagen gefertigt werden.

Mit dem neuen Ersatzteil-Logistikcenter wurden die Lagerkapazitäten erweitert und mit neuen Technologien der Logis- tikablauf effizienter gestaltet. Mit rund 50.000 bevorrateten Ersatz- und Verschleißteilen können täglich bis zu 800 Kundenaufträge und jährlich 3,5 Millionen verschiedene Artikel weltweit verschickt werden.


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