Österreich:

Zulassungen gegen den allgemeinen Trend

Neuzulassungen von Traktoren nochmals gestiegen

Österreich: Zulassungen gegen den allgemeinen Trend

Der österreichische Traktorenmarkt belebt sich.

Von Januar bis einschließlich September 2020 trotzt die Alpenrepublik dem allgemeinen Trend: Während in vielen europäischen Ländern die Neuzulassungen von Traktoren angesichts der Corona-Pandemie sinken, steigen in Österreich – laut Statistik Austria – die Neuzulassungen. Im Vergleich zur Vorjahresperiode immerhin um 88 Stück oder 2,55 %. Dabei waren die Zulassungen schon 2019 deutlich höher als 2018. Fürchten die österreichischen Landwirte die lockere Geldpolitik der Regierung und EU?

Bei den Erstanmeldungen in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres führen wieder Steyr (19,62 % Marktanteil), New Holland (15,89 %), Fendt (13,10 %), John Deere (11,83 %) und Lindner (10,30 %). Dabei konnten Fendt und Same ihren Marktanteil um mehr als einen Prozentpunkt verbessern. Umgekehrt verloren im gleichen Ausmaß Claas und Massey-Ferguson.

Steigende Neuzulassungen wurden auch bei den „Spezialtraktoren“ registriert. So wurden 448 neue Obst- und Weinbautraktoren vermarktet gegenüber 360 Einheiten im Vergleichszeitraum des Vorjahres, in Summe also gleich um 88 Stück oder 24,44 % mehr. Den Markt dominieren wieder Carraro (29,69 %), Fendt (19,64 %) und New Holland (8,93 %).

Gestiegen sind auch die Erstanmeldungen bei den Kommunaltraktoren, und zwar von 196 Einheiten in der Zeit von Januar bis September auf 237 Stück. Steigerung 41 Stück oder 20,92 %. Die Marktführer sind wieder Kubota mit 24,89 %, Mercedes mit 17,72 % und John Deere mit 13,08 % Marktanteil.

Bei den „sonstigen Zugmaschinen“ gab es eine Marktschrumpfung. Es wurden 489 Einheiten erstangemeldet. In der Vorjahresperiode waren es noch 590. Das Minus betrug 101 Einheiten beziehungsweise 17,12 %. Marktführer: CAN-AM 43,56 %, Polaris 27,40 % und CFMOTO 16,56 % Marktanteil.

Bei den Zweiachsmähern meldete die Zulassungsbehörde in den ersten drei Quartalen 2020 121 Neuanmeldungen. Im Vorjahr waren es 109. Die Steigerung betrug 12 Einheiten oder 11 %. Das Marktsegment beherrschen im Wesentlichen Reform (62,81 % Marktanteil) und Aebi (27,27 %).

An Mähdreschern wurden wieder weniger in Dienst gestellt. Die Neuanmeldungen betrugen 65 Maschinen. Im Vorjahr waren es 105. Rückgang 40 Einheiten oder 38,09 %. Die Marktführer sind Claas (37 Stück) und New Holland (11 Stück).

Bei den sonstigen selbstfahrenden Erntemaschinen wurden 23 erstangemeldet; 2019 waren es 30. Das entspricht einen Rückgang von 7 Einheiten oder 23,33 %. Am meisten gekauft wurden Claas Häcksler (6 Stück), Krone Häcksler (3 Stück) und Ero Traubenvollernter (4 Stück).

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