Österreich - Traktorenzulassungen trotzen der Coronakrise

Im ersten Halbjahr 2020 nahezu genauso viele Neuanmeldungen wie im Vorjahr

Österreich: Traktorenzulassungen trotzen der Coronakrise

Landwirtschaftliche Traktoren wurden in Österreich im ersten Halbjahr 2020 – laut amtlicher Zulassungsstatistik – fast genauso viele neu zugelassen wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Damit trotzt der alpenländische Markt als einer der wenigen der Corona-Pandemie mit aktuell 2.445 Erstanmeldungen gegenüber 2.466 in den ersten sechs Monaten des Jahres 2019.

Es behaupteten sich auch wieder die selben Fabrikate wie im Vorjahr. Über größere Marktanteilsgewinne konnte sich lediglich Fendt erfreuen im Unterschied zu Claas. Letzteres Fabrikat büßte fast die Hälfte seines Marktvolumens ein.

Bis auf die „sonstigen Zugmaschinen“ und die „selbstfahrenden Erntemaschinen“ wurden im ersten Halbjahr 2020 sogar mehr Neumaschinen zugelassen als im Betrachtungszeitraum des Vorjahres. So kamen jetzt 306 Obst- und Weinbautraktoren neu auf den Markt, das sind 58 Einheiten oder 23,38 % mehr als in diesem Zeitraum des Vorjahres. Die Marktführer sind 2020 Carraro mit 28,43 %, Fendt mit 21,24 % und New Holland mit 11,11 % Marktanteil.

An Kommunaltraktoren wurden von Januar bis Juni 150 Fahrzeuge erstangemeldet. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 133 Einheiten. Wachstum: 17 Stück bzw. 12,78 %. Es dominierten mit folgenden Marktanteilen: Kubota mit 23,33 %, Mercedes mit 17,33 % und John Deere mit 15,33 % .

Die Erstzulassungen bei den „sonstige Zugmaschinen“ betrugen 25 Einheiten, elf Neumaschinen oder 3,27 % weniger als im Vergleichszeitraum 2019. Marktführer: CAN-AM (Marktanteil 43,38 %), Polaris (26,15 %) und CFMOTO (16,31 %).

Bei den Zweiachsmähern stiegen die Neuzulassungen auf 84 Stück. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 72. Zuwachs: 12 Stück oder 16,66 %. Den Markt teilten sich Reform (61,90 %), AEBI (28,57 %) und Pasquali (9,53 % Zulassungsanteil).

Dagegen schrumpfte der Mähdreschermarkt gewaltig. 2020 wurden von Januar bis einschließlich Juni 29 Neuanmeldungen registriert, 2019 waren es noch 56 Stück. Rückgang: 27 Einheiten bzw. 48,21 %. Es dominierten die Marken Claas mit 13 Stück, New Holland mit sechs Maschinen sowie Case IH und John Deere mit je drei Einheiten.

An „sonstigen selbstfahrenden Erntemaschinen“ meldete die „Statistik Austria“ in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres sieben Neuanmeldungen gegenüber elf im Vorjahr, davon allein fünf Claas Häcksler. Marktschrumpfung insgesamt vier Stück ist gleich 36,36 %.

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