Österreich - Traktorenmarkt: Abkühlung nach Vorjahresrekord

Neuzulassungen landwirtschaftlicher Traktoren gingen im ersten Halbjahr um 21,8 Prozent zurück

Österreich: Traktorenmarkt: Abkühlung nach Vorjahresrekord

Die Neuzulassungen von landwirtschaftlichen Traktoren und selbstfahrenden Erntemaschinen blieben in Österreich laut Statistik Austria im ersten Halbjahr 2022 deutlich unter den Rekordwerten des Vorjahres, sind aber immer noch höher als im Vergleichszeitraum der vergangenen Jahre. Eine Ausnahme bilden die Sparte „Kommunaltraktoren“, seit 2022 werden sie als „Klein- und Kompakttraktoren“ geführt, und die „sonstigen Zugmaschinen“.

An Landwirtschaftstraktoren wurden 2022 von Januar bis Juni 2.631 Maschinen erstangemeldet. Das waren 734 Stück oder 21,82 % weniger als 2021. Stückmäßig konnten lediglich Lindner und – auf niedrigem Niveau – Kubota zulegen. Für eine Marktanteilsverbesserung reichte es immerhin bei John Deere, Massey-Ferguson und Valtra.

An Obst- und Weinbautraktoren wurden im ersten Halbjahr 195 Neuanmeldungen registriert, im Vorjahr waren es 383 Neufahrzeuge. Demnach schrumpfte der Markt um 188 Maschinen bzw. 49,08 %. Marktführer waren Carraro mit 37,44 % und Fendt mit 28,21 % sowie Massey-Ferguson und New Holland mit je 7,18 % Marktanteil.

Gestiegen sind dagegen die Neuzulassungen bei den Kommunal-, das heißt bei den Klein- und Kompakttraktoren, von 209 Einheiten im Vorjahr auf jetzt 230 Stück, was einer Steigerung von 21 Stück bzw. 10,05 % entspricht. In der Sparte dominierten Solis mit einem Marktanteil von 43,04 %, Kubota mit 16,96 % und Iseki mit 9,13 %.

Gewaltig war der Zuwachs bei den „sonstigen Zugmaschinen“. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres wurden in der Alpenrepublik sogar 912 Neumaschinen auf den Markt gebracht, ein Jahr vorher 418 Stück, also 494 Einheiten beziehungsweise 118,18 % mehr als 2021. Marktführer: CFMOTO mit 55,81 %, CAN-AM mit 17,21 % und Polaris mit 10,53 % Marktanteil.

Bei den Zweiachsmähern betrugen die Neuzulassungen im ersten Halbjahr 2022 65 Stück. Im Vorjahr waren es 86 Stück. Rückgang 21 Stück bzw. 24,42 %. Den Markt teilten sich wieder AEBI (47,69 % Marktanteil) und Reform (43,08 %).

Deutlich geschrumpft sind auch die Neuzulassungen an Mähdreschern: Aktuell 33 Stück, im Vorjahr 82. Claas konnte diesmal 17 und New Holland zehn Neumaschinen platzieren.

An „sonstigen selbstfahrenden Erntemaschinen“ wurden im ersten Halbjahr 2022 fünf Stück, davon allein vier Häcksler, erstangemeldet. Zum Vergleich: drei Stück bzw. 37,50 % weniger.

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