Magazin Landtechnik

Österreich :

Neuzulassungen in der Alpenrepublik rückläufig

Über elf Prozent im Minus – Teilweise deutliche Verschiebungen bei den Marktanteilen

Österreich: Neuzulassungen in der Alpenrepublik rückläufig

Die in Österreich im Vorjahr – nach geraumer Zeit – wieder festgestellte Erholung des Absatzmarktes bei landwirtschaftlichen Neutraktoren währte nicht lange. Zumindest ist heute im ersten Halbjahr 2018 – gegenüber dem Vergleichszeitraum 2017 – abermals eine Schrumpfung der Neuzugänge eingetreten, konkret um 252 Einheiten bzw. 11,27 %. So wurden im Beobachtungszeitraum 1.984 Neumaschinen erstangemeldet, 2017 noch 2.236 Stück. Auch die Markterfolge der Anbieter variierten in diesem Jahr stärker als sonst. Vor allem John Deere – vertreten durch Raiffeisen – konnte den Absturz im Vorjahr nicht nur ausgleichen, sondern die Neuzulassungen des ersten Halbjahres 2016 sogar noch übertreffen. Zulegen konnten auch New Holland und Steyr. Überdurchschnittliche Verluste hatten Lindner und Massey-Ferguson, Deutz-Fahr und Same zu verkraften.

An Wein- und Obstbautraktoren wurden in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres 202 Neufahrzeuge zugelassen, um 17 Stück oder 22,08 % weniger als im Vergleichszeitraum 2017. Die Marktführer waren wieder Carraro mit 21,29 % Marktanteil, Fendt mit 20,79 % und New Holland mit 10,89 %.

Bei den Kommunaltraktoren betrugen die Neuzulassungen 114 Einheiten gegenüber 185 in den ersten zwei Quartalen des Vorjahres. Das entspricht einem Minus von 71 Stück oder 62,28 %. Den Markt dominierten Kubota und Iseki mit jeweils 16,67 % Marktanteil, Mercedes mit 14,91 % und John Deere mit 10,53 %.

Lediglich bei den „sonstigen Zugmaschinen“ gab es ein kräftiges Wachstum. Hier wurden in der ersten Jahreshälfte 321 Stück gegenüber 76 Stück im Vorjahr erstangemeldet. Das Plus betrug 245 Einheiten bzw. 322 %! Marktführer: CAN-AM 47,35 %, Polaris 25,37 % und Arctic 13,40 %. An Zweiachsmähern wurden in den ersten sechs Monaten 60 Stück zugelassen. 2017 waren es 77 Neumaschinen; minus 17 Stück bzw. 22,08 %. Marktteilnehmer: Reform (60 %), AEBI (23,33 %) und Pasquali (16,67 %). An neuen Mähdreschern wurden im Betrachtungszeitraum 58 gegenüber 68 Einheiten (2017) registriert, also zehn Maschinen oder 14,70 % weniger. Claas dominierte mit 35 Stück. New Holland schaffte neun und Case IH sieben Verkäufe.

Bei den „sonstigen selbstfahrenden Erntemaschinen“ wurden sechs Stück angemeldet gegenüber 14 im Vorjahr. Minus: Acht Stück bzw. 57 %.


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