Magazin Landtechnik

Österreich :

Deutlicher Rückgang

In diesem Jahr erstmals weniger als 3.000 Neuzulassungen im Zeitraum Januar bis September

Österreich: Deutlicher Rückgang

Steyr baute seinen Marktanteil im ersten Halbjahr aus.

Nach den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres steht wohl fest, dass in Österreich das laufende Jahr einen Negativrekord an Traktorenzulassungen bringen wird. Von Januar bis September 2018 wurden – laut Statistik Austria – erstmals weniger als 3.000 landwirtschaftliche Zugmaschinen erstangemeldet, konkret 2.909 Einheiten. Im Vorjahr waren es noch genau 3.500. Das bedeutet eine Marktschrumpfung von fast 17 %.

Über nennenswerte Zugewinne an Stückzahlen und Marktanteilen konnte sich lediglich John Deere freuen, aber auch nur, weil im Betrachtungszeitraum des Vorjahres gegenüber 2016 besonders viel verloren worden war. Zumindest eine nicht unbedeutende Marktanteilssteigerung gelang Steyr, während Lindner insgesamt herbe Verluste einstecken musste. Auch Same und Massey-Ferguson büßten überdurchschnittlich ein.

Es schrumpften auch die Neuzulassungen bei den Wein- und Obstbautraktoren. Wurden im erwähnten Betrachtungszeitraum 2017 noch 339 Neuanmeldungen registriert, so waren es jetzt nur 286 Einheiten. Hier dominierten wieder Carraro mit einem Marktanteil von 26,57 %, gefolgt von Fendt (19,93 %) und New Holland (10,49 %).

Ähnlich fällt die Bilanz bei den Kommunaltraktoren aus. Hier wurden in den ersten neun Monaten 176 Neumaschinen angemeldet gegenüber 251 im Jahre 2017. Die Marktführer sind diesmal Kubota (18,18 %), Mercedes (14,77 %) und Iseki (12,50 %).

Einen deutlichen Zuwachs gab es nur bei den „sonstigen Zugmaschinen“. In den ersten drei Quartalen 2018 wurden sogar 439 Neumaschinen behördlich registriert gegenüber 150 Stück im Vorjahr. Marktführer: CAN-AM (46,47 %), Polaris (25,28 %) und Arctic (11,16 %).

Verluste auch bei den Zweiachsmähern: 2018 wurden im Betrachtungszeitraum 87 Neumaschinen vermarktet gegenüber 111 im Vorjahr. Den Markt bedienten wieder Reform (58,62 %), AEBI (26,44 %) und Pasquali (14,94 %).

Eine ähnliche Marktschrumpfung gab es bei den Mähdreschern. Die Neuzulassungen sanken von 113 Stück im Jahre 2017 auf 99 Einheiten. Es führen Claas (50 Stück), New Holland (19 Stück) und Case IH (15 Stück).

Rückläufige Neuzulassungen sind schließlich bei den „sonstigen selbstfahrenden Erntemaschinen“ feststellbar: 2018 wurden von Januar bis September 31 Neumaschinen angemeldet. Im Vorjahr waren es in diesem Zeitraum 47. Bei den Häckslern dominierte wieder Claas mit neun Einheiten. Ero ist mit fünf Maschinen Marktführer bei den Traubenvollerntern und Ropa mit drei bei Rübenvollerntern.


Diesen Artikel bewerten

Diskutieren Sie mit

blog comments powered by Disqus