Magazin Landwirtschaft

Ölsaaten :

Rapsanbau leicht eingeschränkt

In Schleswig-Holstein Rückgang der Anbaufläche um 17,4 Prozent

Ölsaaten: Rapsanbau leicht eingeschränkt

Die Rapsanbaufläche in Schleswig-Holstein ging um 17,4 Prozent auf 80.600 ha zurück.

Ungünstige Witterungsbedingungen haben in Deutschland die Rapsaussaat im Herbst 2017 spürbar beeinträchtigt, doch bleibt der Anbau auf einem recht hohen Niveau. Dies geht aus einer Befragung des Marktforschungsunternehmens Kleffmann Group unter rund 1.400 Landwirten hervor, deren Ergebnisse auf einer Pressekonferenz der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) bei der Agritechnica in Hannover vorgestellt wurden. Demnach lag die diesjährige Aussaatfläche von Winterraps bei 1,283 Mio ha; das waren rund 24.000 ha oder 1,9 % weniger als die Erntefläche 2017. Allerdings mussten, so Geschäftsführer Burkhard Kleffmann, bis Ende Oktober bereits 3.900 ha wieder umgebrochen werden und diese Zahl könnte witterungsbedingt noch bis auf 9.250 ha steigen. Probleme mit nassen Böden gab es vor allem im Norden der Republik, was sich dort auf die Produktionsflächen auswirkte. Mecklenburg-Vorpommern konnte der Umfrage zufolge zwar seine Position als Hauptanbauland beim Winterraps verteidigen, verbuchte aber im Vorjahresvergleich eine kräftige Einschränkung der betreffenden Fläche um 9,4 % auf 204.500 ha. Der wesentliche Grund dafür sei die eingeschränkte Befahrbarkeit zum Aussaattermin gewesen, hieß es in der Studie. Gleiches habe auch für Schleswig-Holstein gegolten, wo die Aussaatfläche sogar um 17,4 % auf 80.600 ha gesunken sei. Zudem wurden in Niedersachsen mit 113.800 ha voraussichtlich 6,6 % weniger Flächen mit Raps bestellt. Dagegen brachten die bayerischen Landwirte deutlich mehr von der Ölfrucht in den Boden; die Aussaatfläche wuchs dort laut Umfrage gegenüber dem Vorjahr um 9,4 % auf 129.300 ha. Deutliche Zuwächse wurden zudem in Rheinland-Pfalz und im Saarland verzeichnet. In weiteren wichtigen Produktionsregionen blieb die Anbaufläche weitgehend stabil. So wurde das Aussaatareal in Sachsen-Anhalt und Brandenburg jeweils um gut 2 % auf 161.800 ha beziehungsweise 131.200 ha ausgedehnt; in Sachsen blieb der Umfang mit 129.400 ha praktisch unverändert. Neben den witterungsbedingt schlechten Aussaatbedingungen hatte laut der Erhebung auch die Fruchtfolgeplanung einen großen Einfluss auf die Ausdehnung oder Einschränkungen der Rapsanbauflächen, die für mehr als die Hälfte aller befragten Landwirte eine Rolle spielte.


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