Magazin Landwirtschaft

Nachwachsende Rohstoffe :

Auf 437.600 Hektar Stilllegungsfläche

Energiepflanzenprämie gekürzt – Vollständige Ablieferungspflicht entfällt

Mit der Abschaffung der obligatorischen Flächenstilllegung zur Ernte 2008 gelten für den Energiepflanzenanbau in der Europäischen Union neue Rahmenbedingungen. Wie die Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen (UFOP) jetzt mitteilte, wurden in Deutschland zur Ernte 2007 nachwachsende Rohstoffe auf Stilllegungsflächen im Umfang von 437.600 ha angebaut; das waren 9,7 % mehr als im Vorjahr. Wichtigste Kulturarten waren Raps mit 326 000 ha sowie Silomais mit 60.000 ha. Die Vertragsfläche zur Erlangung der Energiepflanzenprämie vergrößerte sich den Angaben zufolge gegenüber dem Vorjahr sprunghaft um 71 % auf 631.800 ha.

Auch in anderen Staaten der Europäischen Union kam es bekanntlich zu einer starken Zunahme, so dass die Obergrenze von 2 Mio. ha deutlich überschritten wurde. Die Energiepflanzenprämie wurde daher um 13,35 Euro auf 31,65 Euro/ha gekürzt. Ab dem Erntejahr 2008 gelten nun vereinfachte Regelungen, um die Energiepflanzenprämie zu erhalten.

Mit der Änderung entfällt laut UFOP künftig die vollständige Ablieferungspflicht für den Erzeuger, die durch eine Mindestlieferung in Höhe des jeweiligen repräsentativen Ertrags ersetzt wird. Zuständig für die Vertrags- und Liefermitteilungen des Erzeugers ist die jeweilige Landesbehörde. Für die Aufkäufer entfällt den Angaben zufolge die Mitteilungspflicht über den Anbauvertrag und die Liefermitteilung an die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).


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