Verhaltener Ausblick auf 2026

Milchindustrieverband blickt skeptisch auf die Exportmöglichkeiten

Milchmarkt: Verhaltener Ausblick auf 2026

2025 erreichte das Milchaufkommen in der EU-27 mit geschätzten 148,1  Mio. Tonnen den bislang höchsten Jahreswert.

Ein insgesamt gutes Jahr 2025, aber Skepsis für 2026. Das ist zusammengefasst die Einschätzung des Milchindustrie-Verbandes (MIV) zur Entwicklung der Branche. 2025 habe die Milchindustrie wieder hohe Jahresumsätze erzielen können, obwohl die Jahresendrally eher mager ausgefallen sei, berichtete der Verbandsvorsitzende Detlef Latka. Allerdings dürfte das Jahr 2026 für die Milchwirtschaft „alles andere als leicht“ werden. Die von den USA und China verhängten Zölle sorgen für Skepsis bei den aktuellen Exportmöglichkeiten. Chancen sieht der Verband im Mercosur-Abkommen für das Absatzwachstum. Mit Blick auf den Strukturwandel in der Milcherzeugung verwies der MIV darauf, dass 2025 erstmals seit 2014 wieder mehr Milchkühe gezählt worden seien als im Jahr davor. Allerdings steige aktuell der Schlachtpreis, was die Abgabe von Kühen bei sinkenden Milchpreisen attraktiv mache und den Strukturwandel anfachen könnte.


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