Das richtige Schmiermittel für den richtigen Zweck zu finden – das ist eine Aufgabe, die in der Industrie oft äußerst wichtig ist. Nicht nur um Reibung, Überhitzung und Verschleiß zu verringern, sondern auch, um Energie zu sparen. An der TU Wien kooperieren daher die Forschungsteams von Prof. Carsten Gachot (Tribologie, Maschinenbau) und Prof. Dominik Eder (Chemie), um neuartige, verbesserte Schmiermittel zu entwickeln.
Nun präsentierte das Team ein neuartiges Material mit ganz besonderen Eigenschaften: Das Schmiermittel COK-47 ist nicht flüssig wie Schmieröl, sondern pulverförmig. Auf Nano-Skala betrachtet besteht es aus geschichteten Stapeln extrem dünner Blättchen, ähnlich wie ein winziges Spielkarten-Deck. Wenn das Material in Kontakt mit Wassermolekülen kommt, können diese Plättchen sehr leicht aneinander vorbeigleiten – ein sogenannter Tribofilm entsteht, der für extrem geringe Reibung sorgt. Das macht das COK-47 zum hochinteressanten Schmiermittel bei feuchten Bedingungen.













