US-Präsident Donald Trump hat wie angekündigt Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte auf den Weg gebracht. „Sie betragen 25 Prozent ohne Ausnahmen oder Befreiungen“, sagte Trump im Weißen Haus. Der eilbote hat Dr. Tobias Ehrhard, Geschäftsführer des VDMA, nach den Auswirkungen der Zollpolitik auf den deutschen Markt gefragt.
Wie hoch ist das Exportvolumen deutscher Landmaschinen in die USA? Können Sie aktuelle Zahlen oder Statistiken zum Exportwert und -volumen nennen? Welche Maschinengruppen sind die Bestseller?
Die Vereinigten Staaten zählen zu den bedeutenden Exportmärkten der europäischen Landmaschinen- und Traktorenhersteller. Gefragt sind innovative Maschinen aus praktisch allen Segmenten. Im Durchschnitt der zurückliegenden Jahre steht das Ausfuhrvolumen in die USA für rund 10 bis 15 Prozent der Gesamtexporte unserer Industrie.
Wie hoch sind die derzeitigen Zölle für den Export von Landmaschinen in die USA? Gibt es einen durchschnittlichen Zollsatz für diese Warengruppe?
Festzuhalten ist, dass momentan vor allem der Automobilsektor im Fokus ist. Der Maschinenbau ist zurzeit dagegen nicht so sehr im Visier. Wirft man einen Blick auf die Zolltarifnummern einschlägiger Produktgruppen unserer Industrie, so lassen sich diese vielfach zollfrei von Deutschland in die USA exportieren.
Sehen Sie den deutschen Landmaschinenexport durch die Zollpolitik der USA, insbesondere unter Donald Trump, gefährdet? Falls ja, welche Strategien verfolgt die Branche, um darauf zu reagieren?
Als langjähriger Exportweltmeister operiert die europäische Landtechnikindustrie heute auf rund 130 Märkten rund um den Globus. Dabei gehören die amerikanischen Landwirte und Lohnunternehmer, wie bereits ausgeführt, zu den wichtigen Kunden unserer Industrie. Eine erhöhte Sensibilität besteht branchenweit seit langem.
Schließlich sind Schutzzölle schon seit der ersten Amtszeit Trumps ein viel diskutiertes Thema.
Richtig ist daher: Ohne Diversifizierung geht es nicht. Das heißt, wir setzen auf kluge Strategien, die sowohl Lieferketten als auch Investitionsvorhaben und Absatzmärkte in den Blick nehmen. Ordnungspolitisch ist die Haltung des VDMA klar: Wir brauchen Freihandel in einem weltweiten Maßstab. Nur über offenen Wettbewerb entstehen Innovation und Wohlstand.















