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Markttelegramm November 2021

Wie entwickeln sich die Märkte aus Sicht Ihrer Landwirte?

eilbote: Markttelegramm November 2021

➙ Weizen – stabil:

Auf den Weltmärkten wird Weizen weiterhin gut nachgefragt. Parallel dazu verteuert sich Ware aus Russland durch eine Erhöhung der Ausfuhrzölle. Kurse sollten stabil in den November starten, eventuell noch etwas steigen.

➘ Raps – fallend:

Nach weiterem Anstieg der Kurse präsentieren sich die Märkte zu Redaktionsschluss recht volatil. Teilweise wird von einem insgesamt stabilen Verlauf ausgegangen. Es gibt aber auch Händler, die auf die Terminmärkte verweisen. Diese deuten auf fallende Kurse hin.

➚ Milch – steigend:

Das Angebot an Rohmilch ist knapp. Dies erklärt sich sowohl aus saisonalen Effekten als auch durch den fortschreitenden Strukturwandel. Verarbeiter und LEH sträuben sich vor Preiserhöhungen, diese dürften aber unvermeidbar sein.

➚ Schlachtrinder – steigend:

Das geringe Angebot an Vieh gibt den Kursen weiteren Auftrieb. Andererseits wittert die abnehmende Hand schon seit einiger Zeit den Aufbau einer Spekulationsblase. Dennoch konnten die Kurse weiter anziehen. Und dies könnte sich zunächst noch fortsetzen.

➙ Schlachtschweine – stabil:

Nach wie vor existieren an den Märkten keine Signale, die für einen Anstieg der Kurse sprechen. Händler erwarten, dass sich die Märkte trotz des Überangebots stabilisieren werden. Damit ist das Problem fehlender Absatzmöglichkeiten aber nicht vom Tisch.

➙ Ferkel – stabil:

Die Misere auf den Märkten für Schlachtschweine zwingt die Sauenhalter zunehmend in die Knie. Vor allem freie Partien finden kaum noch Käufer. Immerhin konnten sich die Kurse stabilisieren, nicht nur in Deutschland, auch im Lieferland Dänemark.

➙ Düngemittel – stabil:

Von einer Entspannung der Situation ist auch nach dem deutlichen Preisanstieg nicht auszugehen. Landwirte warten zumeist ab, da Ware erst zum Frühjahr benötigt wird. Es ist aber fraglich, ob sich dann günstigere Einstandskurse bieten.

➚ Rohöl/Diesel – steigend:

Der große Durst der globalen Volkswirtschaften nach Öl sorgt für steigende Kurse. Die Förderstaaten halten ihr Angebot weiterehin knapp. Weiteren Auftrieb erhalten die Kurse durch Spekulationen am Markt. Signale für sinkende Preise zeigten sich bis zuletzt nicht.

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