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Markttelegramm Januar 2022

Wie entwickeln sich die Märkte aus Sicht Ihrer Landwirte?

eilbote: Markttelegramm Januar 2022

➙ Weizen – stabil:

Der Weltmarkt scheint derzeit gut mit Ware versorgt, das drückt den Kurs aber kaum. Der zuletzt leicht schwächelnde US-Dollar bremst den Export aus dem EU-Raum. Händler rätseln jedoch, ob die hiesigen Vorräte groß genug sind, um den Bedarf für die letzen Monate vor der nächsten Ernte zu decken.

➚ Raps – steigend:

Die Preise bewegen sich weiterhin auf einem Rekordniveau. Derzeit sorgen wechselnde Nachrichten für eine gewisse Kursunsicherheit. Ob die Kurse nachgeben oder lediglich eine Verschnaufpause einlegen, ist unklar. Versorgungsengpässe auf den Energiemärkten würden dem Rapspreis weiteren Auftrieb geben.

➙ Milch – stabil:

Die hiesige Milchproduktion liegt weiterhin unterhalb der des Vorjahres. Saisonal bedingt nimmt die Milchmenge wieder zu. Händler gehen davon aus, dass die Kurse angesichts der Nachfrage weiterhin Luft nach oben haben. Milchbauern freuen sich angesichts gestiegener Produktionskosten besonders über die Entwicklung.

➙ Schlachtrinder – stabil:

Eine weiterhin präsente Nachfrage sorgt gemeinsam mit einem geringen Angebot für mindestens stabile, teils steigende Kurse. Dies ist für die ersten Wochen eines neuen Jahres sehr ungewöhnlich, da der Handel nach den Feiertagen zunächst lustlos erfolgt.

➘ Schlachtschweine – fallend:

An den Märkten zeichnet sich weiterhin keine Besserung ab. Schlachtunternehmen folgen den Forderungen von Mästern nach höheren Kursen nicht und arbeiten mit Hauspreisen. Die Lage auf den Fleischmärkten bleibt aber problematisch.

➚ Ferkel – steigend:

Die Kurse werden nach wie vor durch die miesen Preise für Schlachtschweine am Boden gehalten. Das recht geringe Angebot an Ferkeln sowie eine leicht aufgehellte Stimmung der Mäster über die Entwicklung der Märkte zum Sommer hin könnte den Kursen aber helfen.

➚ Düngemittel – steigend:

Die Kurse der zentralen Düngemittel bewegen sich auch weiterhin auf einem Rekordniveau. Zumeist wird von abermals steigenden Kursen ausgegangen, da Ware nicht immer verfügbar ist.

➚ Rohöl/Diesel – steigend:

Kunden werden sich auf weiterhin steigende Preise einstellen müssen. Davon gehen Händler aus und verweisen dabei nicht nur auf die Förderpolitik der OPEC+ Länder. Verbraucher fragen dennoch nach und schlagen bei günstigen Tageskursen zu.

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