Markttelegramm Januar 2021

Wie entwickeln sich die Märkte aus Sicht Ihrer Landwirte?

eilbote: Markttelegramm Januar 2021

➚ Weizen – steigend:

In den ersten Tagen des Jahres wurde wenig Ware gehandelt. Nachrichten über trockene Böden in Weizenanbaugebieten der USA lassen die Kurse steigen. China fragt weiter nach. Auch andere Abnehmer achten angesichts der unsicheren Lage auf eine gewisse Bevorratung.

➚ Raps – steigend:

Chinas Nachfrage nach Soja stützt die Rapsmärkte. Nach dem kräftigen Kursanstieg der letzten Wochen muss sich zeigen, ob die Kurse weiter steigen können. Die Trockenheit in den Soja-Regionen der USA könnte helfen. Die Lage könnte sich aber auch stabilisieren.

➘ Milch – fallend:

Die Preise für Butter werden im Januar und Februar 0,56 Euro/kg unter den Dezemberkursen liegen. Dies belastet die Kurse. Auf den Weltmärkten zeigte sich zuletzt eine steigende Tendenz. Allenfalls stabile, eher aber fallende Preisentwicklung in Deutschland.

➙ Schlachtrinder – stabil:

Der Lebensmitteleinzelhandel füllt seine Lagerbestände nach den Feiertagen wieder auf. Die Nachfrage nach Schlachtvieh zieht zunächst bei steigenden Kursen leicht an. Im Verlauf des Januars dürften die Kurse aber wieder nachgeben. Auf den Kälbermärkten zunächst keine Entspannung.

➙ Schlachtschweine – stabil:

Die Märkte gehen mit unveränderter Tendenz ins neue Jahr. Die Mitarbeiter sollen überwiegend gesund aus dem Urlaub an die Schlachthöfe zurückgekehrt sein. Ab Ende Januar sollten sich erfolgte Bestandsverringerungen in einem sinkenden Angebot bemerkbar machen.

➙ Ferkel – stabil:

Zu Jahresbeginn zeigt sich auf den Ferkelmärkten eine stabile Tendenz. Das Angebot ist leicht rückläufig. Für die aufgestauten Partien hat dies keine Konsequenzen, da Mäster mit einer Neubelegung ihre Stallungen oft noch warten.

➚ Düngemittel – steigend:

Händler rechnen auf den Märkten mit Stickstoffdüngern mit einem Anstieg der Kurse. Hiesige Landwirte warten mit dem Einkauf von Ware zunächst noch ab. Vielleicht stabilisiert der steigende Eurokurs den Einkaufspreis auf Euro-Basis.

➙ Rohöl/Diesel – stabil:

Kunden müssen nach der Einführung der CO2-Steuer höhere Kurse für Diesel, Benzin, Heizöl und Erdgas bezahlen. Jüngste Verhandlungen der Öllieferländer sorgen für weitere Preissteigerungen. Es bleibt abzuwarten, ob diese Bestand haben werden.


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