Anzeige

Magazin Branche

Mager & Wedemeyer :

Generationswechsel in Oyten

Hans Gerd Voß geht in den Ruhestand – Dirk Hassel jetzt alleiniger Geschäftsführer

Geschäftsführerduo in Oyten für einige Jahre: Hans Gerd Voß (links) und Dirk Hassel.

Geschäftsführerduo in Oyten für einige Jahre: Hans Gerd Voß (links) und Dirk Hassel.

„Ich wollte mich mit 60 Jahren möglichst anderem, auch privaten Dingen, widmen“, erläutert Hans Gerd Voß, Geschäftsführer des Oytener Landmaschinenhändlers Mager & Wedemeyer (M & W), seinen Schritt in den Ruhestand. Vor drei Jahren fasste er diesen Entschluss und schuf gemeinsam mit seinem Geschäftsführerkollegen Dirk Hassel die personellen Voraussetzungen für einen Generationswechsel. Nils Huhs übernahm vor einem Jahr die Leitung des Bereichs Landtechnik und Marcus Sohns steuert als Vertriebsleiter den Außendienst. Beide führen ihre bisherigen Aufgaben weiter.

Hans Gerd Voß wuchs auf einem landwirtschaftlichen Betrieb zwischen Zeven und Sittensen in Niedersachsen auf. Die Begeisterung für die Landwirtschaft begleitet sein berufliches Leben, er spricht mit den Kunden auf Augenhöhe. Seine kaufmännische Ausbildung absolvierte Voß bei Fricke in Heeslingen. 1987 startete er dann seine Karriere bei Mager & Wedemeyer in Oyten nahe Bremen.

In den 33 Jahren seiner Tätigkeit wandelte sich M & W vom „Großhändler für Case IH zum großen Händler“, wie es Voß beschreibt. Bei seinem Eintritt im April 1987 waren es 85, heute sind es 200 Mitarbeitende im Unternehmen. Höhepunkt der Laufbahn waren die neuen Möglichkeiten nach der deutsch/deutschen Grenzöffnung und die Fusion von Case und New Holland im Jahr 1999. Man fragte sich damals, wie es nach dieser Fusion weitergeht? Eine Folge dieses Zusammenschlusses in Oyten war die Ausgründung der Traktorenvertriebsgesellschaft AT Agrartechnik für McCormick Traktoren aus England. Voß war auch hier Geschäftsführer.

Voß bevorzugt in der Diskussion die besonnenen Töne. 2008 stieg er in die M & W Geschäftsführung auf und trieb nach Analyse der Optionen die Neuausrichtung des Unternehmens voran.

Die Spezialisierung auf Landtechnik mit den Kernmarken Case IH, JCB, Kverneland und Vicon sowie eine Struktur aus eigenen Niederlassungen und Partnern mit Fokussierung auf das Kerngebiet nordwestliches und südöstliches Niedersachsen waren seine wesentlichen Projekte. Heute verkauft M & W rund 250 Case IH Traktoren pro Jahr und erreicht einen Umsatz von 72 Mio. Euro.

„M&W hatte aus eigener Kraft immer genügend finanzielle Mittel, sich stets im Markt neu auszurichten. Hans Gerd Voß stand für die Berechenbarkeit unseres Unternehmens für Lieferanten, Partner und Kunden sowie einen offenen und fairen Umgang mit Kollegen“, so M & W Geschäftsführer Dirk Hassel über die vier Jahre mit seinem Co-Geschäftsführer. Hassel betont die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Leidenschaft für die Sache.

Am letzten Arbeitstag von Hans Gerd Voß gibt es in Oyten eine Reihe Besucher, die ihm nach vielen Jahren verlässlicher Zusammenarbeit Glück im Ruhestand wünschen. In einer kleinen Runde zitiert der Rheinländer Hassel im Zusammenhang mit dem Abschied von Voß eine Zeile aus dem Chanson der Kölner Sängerin und Schauspielerin Trude Herr: „Niemals geht man so ganz, irgendwas von mir bleibt hier!“ In seiner Freizeit bleibt Voß auch weiterhin in einer Führungsrolle – er ist Dirigent eines Posaunenchors.

Anzeige

Anzeige