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Feldspritzen-Produktion wird Ende 2020 eingestellt

Geschäft für mechanische Unkrautbekämpfung plus selektivem Pflanzenschutz wird verstärkt – Produktionsstätte in Haren wird für Drilltechnik und Einzelkornsaat umgerüstet und ausgebaut

Lemken: Feldspritzen-Produktion wird Ende 2020 eingestellt

Lemken stellt die Produktion von konventioneller Pflanzenschutztechnik ein.

Die Diskussionen um einen nachhaltigen Pflanzenschutz sowie die ständig steigenden gesetzlichen Anforderungen in den verschiedenen Märkten haben den Pflanzenbautechnikspezialisten Lemken jetzt dazu veranlasst, die Produktion von konventionellen Feldspritzen Ende diesen Jahres dauerhaft einzustellen.

Geschäftsführer Anthony van der Ley: „Nach mehr als zehn Jahren haben wir keine marktrelevante Größe mit diesem Segment erreicht. Die gesetzlichen Vorschriften in den einzelnen Absatzmärkten steigen und sind zunehmend heterogen. Es gibt daher nicht den einen Lemken Feldspritzenstandard, mit dem wir unseren Qualitätsanspruch und die unterschiedlichen Wünsche der Kunden zu einer zufriedenstellenden Stückzahl bringen können. Außerdem sehen wir, dass die Begrenzungen für chemische Pflanzenschutzmittel auch durch die Verbraucher immer größer werden. Obgleich wir zur letzten Agritechnica sehr zukunftsfähige neue Modelle vorgestellt haben und unser Team durch den hohen Zuspruch voll motiviert ist, wählen wir diesen Zeitpunkt, um uns in verantwortungsvoller Weise von unserem Feldspritzenprogramm zu trennen.“

Das Familienunternehmen wolle sich mit diesem Schritt stark und unabhängig für die Zukunft aufstellen, heißt es in einer Pressemitteilung. Das bedeutet, dass man das Angebot in den Produktbereichen Bodenbearbeitung, Sätechnik und Crop Care stärken und noch weiter ausbauen will, um sich in diesen Bereichen als einer der innovativen Marktführer zu behaupten. Dabei wird sich Crop Care künftig auf nachhaltige Pflanzenschutzlösungen – inklusive der kürzlich ergänzten Düngerstreuer – konzentrieren. Dazu hat Lemken vor zwei Jahren den niederländischen Hacktechnikspezialisten Steketee übernommen. Hierdurch sollen sich Möglichkeiten, die mechanische Unkrautbekämpfung zusammen mit präziser selektiver Bandspritzung oder Spotspraying einzusetzen und damit zu umweltgerechteren Lösungen beizutragen, ergeben.

Van der Ley sieht einen Trend, die steigende Nachfrage nach mechanischer Unkrautbekämpfung mit intelligenter Steuerung zu begleiten. „Steketee hat nicht nur innovative Hacktechnik im Portfolio, sondern auch die intelligenteste Kameratechnologie am Markt. Wir wollen diese Maschinen mit unseren digitalen Lösungen verknüpfen und lernfähig machen. Das Umfeld verändert sich gerade sehr schnell. Deshalb stellen sich die Landwirte und Lohnunternehmer jetzt auf, egal ob im Bio- oder im konventionellen Anbau, und wählen für sich das beste Modell für eine smarte nachhaltige Bewirtschaftung aus. Das ist ein Zukunftsthema für uns alle, um die weltweite Ernährung trotz Umweltrestriktionen zu sichern.“

Der für die Feldspritzen zuständige Produktionsstandort in Haren (Emsland) bleibt erhalten und wird sogar ausgebaut; dort sollen künftig die Drillmaschinen montiert werden. Mit diesem Schritt wird eine baldige Erweiterung für die stark gestiegene Nachfrage in diesem Bereich möglich und zudem Platz für weitere geplante Gerätemodelle im Drill- und Einzelkornsegment gewonnen. Gleichzeitig werden dadurch im Hauptwerk in Alpen zusätzliche Kapazitäten für die Produktion der Bodenbearbeitungsgeräte frei.

Für Landwirte, die eine Lemken Feldspritze besitzen, sind sowohl die Ersatzteilversorgung als auch die Betreuung durch den Lemken Service weiterhin gewährleistet. Bis zum Jahresende werden Kundenbestellungen noch angenommen und ausgeliefert.


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