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Magazin Wirtschaft

Landwirtschaftliche Rentenbank :

Geschäftsjahr 2020: „Insgesamt zufrieden“

Maschinenfinanzierungen stärker nachgefragt – Rückgänge bei Gebäuden und Flächenkauf

Landwirtschaftliche Rentenbank: Geschäftsjahr 2020: „Insgesamt zufrieden“

Eine „insgesamt zufriedenstellende“ Bilanz zum Geschäftsjahr 2020 hat die Landwirtschaftliche Rentenbank gezogen. Die Förderbank verzeichnete laut Vorstands-Sprecher Dr. Horst Reinhardt im Berichtszeitraum eine anhaltend hohe Nachfrage nach ihren Förderdarlehen. Das Neugeschäft mit zinsgünstigen Programmkrediten sei mit 6,0 Mrd. Euro gegenüber 2019 stabil geblieben, berichtete Reinhardt am 28. April auf der digitalen Bilanzpressekonferenz. Insgesamt habe die Rentenbank ihr Förderneugeschäft um 3,5 % auf 11,2 Mrd. Euro erhöht. Impulse für nachhaltige Investitionen habe die Förderbank mit zwei Programmen für die Land- und Forstwirtschaft im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums gesetzt. Die Innovationsförderung habe ebenfalls deutlich zugelegt. Nach Reinhardts Worten ist die „grüne“ Branche nicht nur in Krisenzeiten systemrelevant, sondern auch ein zentraler Problemlöser auf dem Weg in eine nachhaltigere Wirtschaft und Gesellschaft. „Dafür sind Innovationen und Investitionen notwendig, für die wir gute finanzielle Voraussetzungen schaffen“, erklärte der Vorstands-Sprecher.

Die Fördersparte „Landwirtschaft“ blieb Reinhardt zufolge mit einem Programmkreditneugeschäft von 2,1 Mrd. Euro die wichtigste Fördersparte der Landwirtschaftlichen Rentenbank. Finanzierungen für Maschinen seien von den Landwirten stärker nachgefragt worden; zurückgegangen sei hingegen die Nachfrage nach Förderdarlehen für Gebäude und Flächenkauf. Zuwächse habe die Rentenbank auch in der Fördersparte „Ländliche Entwicklung“ verbucht; in diesem Bereich sei das Neugeschäft um 7,1 % auf 1,9 Mrd. Euro gestiegen.

In der Fördersparte „Agrar- und Ernährungswirtschaft“ erreichte das Neugeschäft dem Vorstands-Sprecher zufolge im Berichtsjahr 1,1 Mrd. Euro, nach 1,2 Mrd. Euro im Vorjahr. Eine stabile Entwicklung habe die Rentenbank in der Fördersparte „Erneuerbare Energien“ verzeichnet, wo das Neugeschäft mit 0,9 Mrd. Euro stabil geblieben sei.

Der Zinsüberschuss der Rentenbank lag 2020 laut Rentenbank mit 296,9 Mio. Euro in etwa auf Vorjahresniveau. Der Verwaltungsaufwand sei auf 75,9 Mio. Euro gestiegen. Ursache dafür seien beschleunigt vorangetriebene IT-Projekte und gestiegene Personalaufwendungen. Das Betriebsergebnis vor Risikovorsorge und Bewertung habe mit 208,9 Mio. Euro ebenfalls in etwa das Vorjahresniveau erreicht.

Der Jahresüberschuss der Rentenbank legte von 32,5 Mio. Euro auf nun 33,5 Mio. Euro zu. Nach Dotierung der Hauptrücklage in Höhe von 16,7 Mio. Euro lag der ebenfalls vollständig für Förderzwecke verwendete Bilanzgewinn mit 16,8 Mio. Euro leicht über dem Vorjahreswert. Das Finanzinstitut erhöhte zum 31. Dezember 2020 seine Kernkapitalquote auf 31,0 % und die Gesamtkapitalquote auf 31,5 %.


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