Magazin Landwirtschaft

Landwirtschaftliche Grundstücke :

Preise weiter kräftig gestiegen

An der Spitze steht Bayern mit einer Verteuerung um 17,2 % auf 60.864 Euro

Landwirtschaftliche Grundstücke: Preise weiter kräftig gestiegen

Land immer teurer: Die Preise stiegen 2017 um 7,9 % gegenüber dem Vorjahr.

In Deutschland werden landwirtschaftliche Grundstücke immer teurer. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) wurden im vergangenen Jahr für einen Hektar Fläche in der landwirtschaftlichen Nutzung (FdlN) im bundesweiten Durchschnitt 24.064 Euro gezahlt; das entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Plus von 7,9 %. Im Jahr zuvor waren die Preise im Mittel um 13,7 % gestiegen, 2015 um 8,2 %. Destatis rechnet zu den FdlN im Wesentlichen Acker- und Grünland.

Der prozentuale Anstieg fiel 2017 in den neuen Ländern ausgehend von noch spürbar niedrigeren Kaufwerten als im Westen deutlich kräftiger aus. Die Erlöse für einen Hektar FdlN zogen dort um durchschnittlich 13,1 % auf 15.626 Euro an. In den alten Bundesländern wurde für dieselbe Fläche im Mittel 35.394 Euro gezahlt und damit 8,9 % mehr als 2016. Die größten Preissteigerungen wurden indes in Bayern verzeichnet; dort kletterte der Hektarpreis um 17,2 % auf 60.864 Euro. Auch in Sachsen-Anhalt verteuerten sich die FdlN im Schnitt kräftig, nämlich um 14,2 %. Nur in Sachsen und Schleswig-Holstein folgte die Entwicklung nicht dem Bundestrend, und die Erlöse gingen dort um 1,4 % beziehungsweise 0,8 % zurück.

Insgesamt wurden laut den Angaben von Destatis 2017 etwas weniger Agrarflächen als im Vorjahr verkauft. Im vergangenen Jahr wechselten in den Flächenstaaten zusammen 87.340 ha FdlN den Besitzer; das waren 0,7 % weniger als 2016. Während in den neuen Ländern 50.059 ha oder 4,4 % mehr als im Vorjahr veräußert wurden, gingen die Verkäufe im früheren Bundesgebiet um 6,8 % auf 37.281 ha zurück. Besonders viele Flächen erhielten 2017 in Mecklenburg-Vorpommern einen neuen Eigentümer; mit 13.448 ha wurden im Nordosten 26,9 % mehr FdlN verkauft als im Jahr zuvor. Auch in Brandenburg und Hessen zog der Handel mit landwirtschaftlichen Grundstücken an; mit 6,0 % beziehungsweise 5,0 % fielen die Steigerungen allerdings moderater aus. In Schleswig-Holstein und in Sachsen ging der Umfang der verkauften FdlN indes um mehr als ein Fünftel zurück. In Baden-Württemberg nahm die Verkaufsfläche um 12,5 % auf 3.619 ha ab, und in Bayern gingen die Areale mit Eigentümerwechsel insgesamt um 8,6 % zurück.


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