Magazin Landwirtschaft

Landwirtschaft :

Einkommen der Betriebe auf niedrigem Niveau stabil

Gewinne lagen im Wirtschaftsjahr 2017/18 zwischen 60.000 Euro und 70.000 Euro – Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre übertroffen – Landwirtschaftskammern legen Ergebnisse der Auswertung von Buchführungsdaten vor

Landwirtschaft: Einkommen der Betriebe auf niedrigem Niveau stabil

Vor allem die Milchproduktion zog den Durchschnittsgewinn der Landwirte nach oben. Dieser Leuchter hing auf dem EuroTier-Stand von DeLaval.

Die Einkommen der landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetriebe in Deutschland haben im Wirtschaftsjahr 2017/18 im Durchschnitt aller Höfe und Regionen zugelegt beziehungsweise sich auf niedrigem Niveau stabilisiert. Das berichtete der Verband der Landwirtschaftskammern (VLK) kürzlich in Berlin mit Verweis auf seine Auswertung von Buchführungsdaten. Erreicht wurden demnach Gewinne auf einem „auffallend einheitlichen Niveau“ zwischen 60.000 Euro und 70.000 Euro. Damit hätten die Unternehmensergebnisse über dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre gelegen. Dabei habe die Bandbreite des Wachstums – abgesehen von regionalen Besonderheiten – von 8 % in Nordrhein-Westfalen bis 31 % in Schleswig-Holstein gereicht, erklärte der VLK. Allerdings hätten die Gewinne in allen Betriebszweigen noch immer nicht ausgereicht, um die eingesetzten Produktionsfaktoren Boden, Kapital und Arbeit vollständig zu entlohnen. Die durchschnittliche Nettorentabilität beziffert der Verband auf zwischen 86 % in Rheinland-Pfalz und 98 % im Saarland. Wie der VLK mit Blick auf die einzelnen Betriebszweige resümierte, zog vor allem die Milchproduktion den Durchschnittsgewinn nach oben. So habe es im Futterbau einen beachtlichen Einkommenszuwachs gegeben, was der Verband mit insgesamt höheren Milchpreisen und gestiegenen Notierungen für Rindfleisch begründet. Dagegen seien die Gewinne der Schweinehalter wegen mangelnder Absatzmöglichkeiten für Schweinefleisch geschrumpft. Unterdessen habe die überwiegend mäßige Ernte in Verbindung mit unbefriedigenden Preisen für Marktfrüchte einer Aufwärtsbewegung im Ackerbau deutliche Grenzen gesetzt.


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