Magazin Wirtschaft

Landesverband Hessen :

Mitglieder trafen sich bei Kubota

Pflanzenschutzgeräteprüfung und Insolvenzrecht standen auf der Agenda

Landesverband Hessen: Mitglieder trafen sich bei Kubota

Mitglieder des Landesverbandes Hessen besichtigten den Werkstattbereich von Kubota in Rodgau.

Am 30. November fand die Mitgliederversammlung des Landesverbandes Hessen der Landmaschinen-Fachbetriebe im Hause Kubota in Rodgau statt. Die zahlreichen Mitglieder wurden vom Vorsitzenden Reiner Becker begrüßt, der auf die Agritechnica sowie die gute Stimmung bei den Landwirten und den Herstellern einging. Die Auftragszahlen würden besser, aber die Liquidität sei bei vielen Landwirten derzeit noch sehr angespannt.

Außerdem kämen mit der neuen Düngeverordnung auch neue Herausforderungen auf die Landwirtschaft zu, und der Fachkräftemangel in den Fachbetrieben werde auf Grund der gut florierenden Konjunktur nicht geringer.

Udo Engelmann begrüßte die anwesenden Mitglieder im Namen der Firma Kubota in Rodgau. Kubota ist neben den hier bekannten Traktoren auch Full-Liner rund um die Reisproduktion. Nach einem kurzen Einführungsvideo und einem Blick auf die Firmengeschichte sowie die zukünftigen Unternehmensziele ging es auf zur Betriebsbesichtigung. In den ehemaligen Produktionshallen von IBM findet heute die Endmontage der Kubota-Traktoren statt. Die Schlepper bis 100 PS kommen ohne Räder auf einer Stahlpalette in einem Überseecontainer direkt aus Japan in Rodgau an. Die Traktoren über 100 PS sind mit Transporträdern ausgestattet. Bei der einfacheren Endmontage kommt der Traktor auf die kleine „Produktionsline“. Ist die Endmontage umfangreicher, wird sie auf einem Standmontageplatz ausgeführt. Am Ende der Tour wurden die Teilnehmer durch das 5.000 m² große Zentralersatzteillager mit über 65.000 vorrätigen Teilen und durch die Schulungswerkstatt geführt. Für die Reparatur eines Kubota-Traktors ist kein Spezialwerkzeug erforderlich. Am Nachmittag gab es interessante Fachvorträge. Im ersten Vortrag ging Manuel Feger vom Pflanzenschutzamt (RP-Gießen) auf die Änderungen bei der Pflanzenschutzgeräteprüfung ein. Bis zum 1. Januar 2020 müssen die hessischen Landtechnik-Betriebe auf den elektrischen Prüfstand umgestellt haben. In seinem Vortrag erläuterte Manuel Feger unter anderem, wie der windgeschützte Kontrollort in der Praxis realisiert werden kann. Auch bot er erneut an, die Betriebe vor Ort hinsichtlich der praktischen Umsetzung kostenlos zu beraten.

Im Anschluss ging es entsprechend der Tagesordnung um das Geld und die Existenz der Unternehmer. Rechtsanwalt Sven Stein von der Anwaltskanzlei Kuhne & Partner thematisierte die aktuellen Änderungen und vielen Besonderheiten des Insolvenzrechts. Der Vortrag fand bei den Mitgliedern hohen Zuspruch, denn leider gehört der Umgang mit zahlungsunfähigen Firmen heute beinahe schon zum Tagesgeschäft. Bereits während des Vortrags kam es zu vielen Wortmeldungen und Fallbeispielen aus der Praxis. Sven Stein ging auf die Fälle ein und machte in seinen Ausführungen deutlich, mit welchen Maßnahmen auf die verschiedensten Situationen reagiert werden kann.

Beim Programmpunkt „Verschiedenes“ wurde diskutiert, mit welchen Möglichkeiten Mitarbeiter längerfristig an das Unternehmen gebunden werden können. Außerdem wurden Ideen zur Vermarktung von Gebrauchtmaschinen zusammengetragen, wovon die erfolgversprechendsten von der Vorstandschaft und der VdAW-Geschäftsstelle weiter ausgearbeitet werden.


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