Magazin Landtechnik

Landesinnungsverband :

Neues Schulkonzept in Alsfeld hat sich bewährt

Seit einem Jahr werden die Auszubildenden im Land- und Baumaschinengewerbe schon ab dem ersten Lehrjahr an der Max-Eyth Schule in Alsfeld unterrichtet. Die Beteiligten ziehen ein positives Fazit.

Landesinnungsverband: Neues Schulkonzept in Alsfeld hat sich bewährt

Die Auszubildenden müssen auch Fahrzeuge wie diesen Fendt-Schlepper nach Vorgaben genau inspizieren.

Die Max-Eyth-Schule (MES) in Alsfeld ist seit über 20 Jahren zuständig für die überbetriebliche Unterrichtung der Auszubildenden im Land- und Baumaschinengewerbe für den gesamten mittel- und osthessischen Bereich.

Mit Beginn des vergangenen Schuljahres wurden hier erstmals auch die Auszubildenden des ersten Lehrjahres unterrichtet, die bis dahin den Start in die Lehre zusammen mit den KFZ-Mechatronikern an unterschiedlichen Schulen erleben mussten.
Dies führte in der Vergangenheit in der Regel dazu, dass die Auszubildenden unter zusätzlichem Zeitbedarf zunächst auf die notwendigen Kompetenzen für die Land- und Baumaschinentechnik zu bringen waren.

Dieser Zustand hat sich nun durch die Einrichtung von zwei Grundstufenklassen komplett verändert, wie der zuständige Koordinator Fahrzeugtechnik, Hermann Schäfer, erläutert:
„Losgelöst von jeder Pkw-Technik, wurden die Lerninhalte an die Erfordernisse der Land- und Baumaschinentechnik angepasst. Gerade die für uns so wichtigen zentralen Bereiche der Elektrik, Hydraulik und der Dieselmotorentechnik wurden schon jetzt intensiv in das Unterrichtsgeschehen einbezogen.“ Im Rahmen von Lernfeld 2 wurden u.a. zwei Dieselmotoren erfolgreich zerlegt, vermessen und wieder zusammengebaut.

Zur Ausstattung der Schule gehören u.a. ein neuer Fendt-Schlepper mit moderner Abgasreinigungstechnik, eine Rundballenpresse mit drahtloser Tabletsteuerung, eine Pflanzenschutzspritze, eine pneumatische Sämaschine sowie ein neuer Düngerstreuer.
Selbstverständlich sind auch die entsprechenden Diagnosegeräte sowie die Herstellerunterlagen für die Auszubildenden in digitaler Form vorhanden. Außerdem noch eine Fülle weiterer moderner Lehrmittel sowie Mess- und Prüftechnik für alle Einsatzbereiche.

Auch die Auszubildende selbst waren mit der erlebten Ausbildungssituation in hohem Maße zufrieden. Sie müssen sich nun nicht mehr, wie früher üblich, auf einen erneuten Schulwechsel einstellen, sondern starten im nächsten Schuljahr im gewohnten Klassenverband ins 2. Lehrjahr.
Der Unterricht findet in regelmäßigen Wochenblöcken statt, Übernachtungsmöglichkeiten sind bei Bedarf vorhanden.


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