Seit 2008 erhebt das Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik (KWF) e. V. in Groß-Umstadt Marktdaten über die Neuverkäufe von Forstmaschinen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Im Jahr 2024 wurden in Deutschland 268 Forst-Spezialmaschinen verkauft und für die Statistik gemeldet, das sind 70 Maschinen weniger als im Jahr 2023. Die Verkäufe in Deutschland erreichten 2024 72,2 Prozent des langjährigen Mittelwertes von 371 Maschinen.
Im Jahr 2024 wurden 210 CTL-Maschinen (Harvester, Forwarder) verkauft, mithin 16 Prozent weniger als im langjährigen Mittel von etwa 250 Maschinen. Die Tabelle 1 listet die Zahlen aufgeschlüsselt nach Maschinengruppe auf.
Nach starkem Anstieg deutlicher Rückgang
Geprägt von den Kalamitäten durch Windwurf und vor allem durch den Borkenkäfer war 2019/2020 ein starker Anstieg der Neubeschaffungen zu verzeichnen. Durch die erhöhten Maschinenkapazitäten konnte flexibel auf die forstliche Situation reagiert werden. Wie auch in der Vergangenheit immer wieder zu beobachten, gehen nach einem solchen kurzen Höhepunkt die Verkaufszahlen in den Folgejahren deutlich zurück, wie auch seit 2021 erkennbar.
Seit 2016 werden zusätzlich Daten zu Forstspezial- und Forstschleppern sowie Kombimaschinen in der Statistik erfasst. Wegen der geringen Rückmeldequote gehen sie jedoch nicht in die weitere Analyse ein. Auch zu Rückeanhängern werden seit 2023 Daten erfasst.
Zu beachten ist, dass seit 2021 nur noch die tatsächlich gelieferten Verkaufszahlen in die Auswertung eingehen; es werden keine Schätzungen mehr vorgenommen, um ausbleibende Meldungen einzelner Hersteller in die Statistik zu integrieren. Für den CTL-Bereich haben die meisten Hersteller Informationen geliefert. Insbesondere für Kombischlepper, Forstspezial- und Forstschlepper ist davon auszugehen, dass die tatsächlichen Verkaufszahlen etwas höher sind.
Harvester
Die 2024 ausgelieferten Harvester waren zu 80 Prozent Acht-Rad-Maschinen, zu 95 Prozent sind sie mit Kommunikations- und Positionssystemen ausgestattet. Über Traktions-/Synchronwinden verfügen fast fünf Prozent der Neumaschinen. Ausgeliefert wurden die meisten Maschinen nach Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen, dann folgen Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen.
Forwarder
Hier wurden fast alle Maschinen als Acht-Rad-Maschinen geliefert, die Reifenbreiten liegen bei fast allen bei 700 mm oder darüber. Zehn Prozent der Maschinen verfügen über Traktionswinden. Die Nutzlast liegt bei circa der Hälfte der Maschinen bei 14 Tonnen und mehr, bei einem Viertel darunter und zu einem weiteren Viertel liegen keine Daten dazu vor. Die Kranreichweiten liegen bei 80 Prozent der Maschinen zwischen neun und zehn Metern, nur fünf Prozent bieten über zehn Meter Reichweite (zu 15 Prozent liegen keine Daten vor). 2022/23 erreichten noch über zwei Drittel der abgesetzten Maschinen über zehn Meter Reichweite.
Rückeanhänger
Knapp zwei Drittel der Rückeanhänger wiesen 2023 eine Nutzlast zwischen fünf und zehn Tonnen auf, 2024 stieg dieser Wert auf knapp 75 Prozent. Acht Prozent haben weniger als fünf Tonnen, drei Prozent über zehn Tonnen Nutzlast, bei 15 Prozent wurden dazu keine Daten gemeldet.
Die gemeldeten Zahlen zu Forstspezial- und Forstschleppern sind zu gering, als dass sie sich sinnvoll analysieren ließen. Ab dem kommenden Jahr werden zusätzlich auch forstliche Geräteträger („kleine Forstraupen“) in die Maschinenstatistik aufgenommen.

© Quelle: KWF















