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Wichtige Forstmesse mitten in Deutschland

Forsttechnik in Aktion erleben – vom 19. bis 22. Juni in Schwarzenborn bei Fulda

KWF-Tagung: Wichtige Forstmesse  mitten in Deutschland

Praktische Vorführungen gehören zur DNA der KWF-Tagung.

Von Christian Mühlhausen, Landpixel, Göttingen

Aktualisiert am

Waldbesitzer und an Forsttechnik Interessierte sollten sich die Tage 19. bis 22. Juni dick im Kalender anstreichen: Unter dem Motto „Forstwirtschaft erleben“ findet in diesem Jahr die nur alle vier Jahre ausgetragene Forstmesse „KWF-Tagung“ und zugleich weltgrößte Forstfachveranstaltung mitten in Deutschland statt. Coronabedingt musste die Schau zweimal verschoben werden, zur letzten Ausstellung in Roding kamen über 50.000 Besucher. Ausgetragen wird sie in Schwarzenborn bei Fulda - vielen männlichen älteren Semestern noch aus der Bundeswehrzeit bekannt.

Genau dort, in den Bundesforsten des Standortes vom Jägerbataillon 1 der Bundeswehr, wird die Tagung mit ihrem Dreiklang aus Fachkongress, Expo und Exkursion auf einem 120 Hektar großen Wald- und Feldgelände stattfinden. Erwartet werden 450 Aussteller aus 23 Ländern, die ihre neuesten Entwicklungen und den umfassenden Stand der aktuellen Forsttechnik sowohl auf der Expo als auch in der Praxis teils live und in Aktion präsentieren werden. Ein besonderer Höhepunkt ist die Fachexkursion, bei der im Wald 33 komplette Arbeitsverfahren von Forstexperten live vorgeführt, kommentiert und mit den Teilnehmern diskutiert werden.

    Organisatorische und fachliche Partner sind bei dieser 18. KWF-Tagung die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) mit dem Bundesforstbetrieb Schwarzenborn, das hessische Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat (HMLU), der Landesforstbetrieb HessenForst mit dem Forstamt Neukirchen, die Bundeswehr mit dem Jägerbataillon 1, die Städte Schwarzenborn und Neukirchen sowie der Landkreis Schwalm-Eder.

      Herzstück der KWF-Tagung ist die sogenannte KWF-Expo, eine Forstmesse im Wald. Diese wird laut KWF alles zeigen, was für die Bewirtschaftung des Waldes an Ausrüstung und Maschinen notwendig ist: von Handwerkzeugen über Schutzausrüstungen und Sicherheitstools, Anbaugeräte und Rückewagen für landwirtschaftliche Schlepper bis hin zu hochspezialisierten Holzernte- und Transportmaschinen – kurzum alles, was man für moderne und nachhaltige Forstwirtschaft benötigt. Einen Schwerpunkt werden IT- Lösungen, Apps und Drohnen bilden. Die KWF-Tagung wird internationaler denn je: Neben einer Vielzahl von Ausstellern aus Deutschland kommen über 100 Aussteller aus dem Ausland, bislang sind 22 Nationen angemeldet. Ergänzt wird das Expo-Programm von vier Sonderschauen zu aktuellen Themen:

      • „Integriertes Waldbrandmanagement“ präsentiert Verfahren und Strategien und zwar vor, während und nach dem Waldbrand. Themenschwerpunkte sind hierbei die knappe Ressource Wasser als Löschmittel, schwieriges Gelände und munitionsbelastete Flächen.
      • „Wälder-Insekten-Schäden“ zeigt bewährte und neue Möglichkeiten zum Monitoring, zur Prävention und zur Bekämpfung, um den Gefahren durch schädigende Insekten begegnen zu können, auch abseits der traditionellen Verfahren.
      • „CampusForst – forschen für den Forst“ fungiert als Schaufenster zur Forstwissenschaft. Diese Sonderschau präsentiert Ergebnisse aktueller Projekte von zahlreichen Forschungseinrichtungen. Auf diesem Gelände findet sich auch die Zukunftswerkstatt.

      Fachexkursion

      Fachlicher Höhepunkt für Waldbesitzer und Forstleute aus dem In- und Ausland ist die Fachexkursion, die an drei Tagen der vier Tage stattfindet. Es werden 33 komplette Arbeitsverfahren im Praxisbetrieb gezeigt, moderne und vom KWF geprüfte Forsttechnik wird hier im Einsatz sein. Der Fokus der Themen liegt dabei auf umweltverträglichem Technikeinsatz, Energieholzgewinnung, Logistikketten und Waldschutz. Neutrale Experten stehen für Diskussionen über Einsatzbedingungen der Verfahren und deren Kosten zur Verfügung. Besucher können sich beispielsweise über eine Schadholzarena freuen, in der geschädigtes Holz sicher zu Fall gebracht wird, die forstliche Sprengtechnik wird gezeigt und der Einsatz von bodenschonenden Pferden und Seilkran- anlagen. Vor dem Hintergrund der zahlreichen wieder aufgeforsteten Wälder auf Kalamitätsflächen befassen sich mehrere Exkursionsbilder mit der Jungwuchs- und Kulturpflegetechnik, auch das Thema „maschinelle und manuelle Pflanzung“ wird einen breiten Raum einnehmen.

      KWF-Tagung: Wichtige Forstmesse  mitten in Deutschland

      Herzstück sind die Fachexkursionen im Wald.

      Wichtig: Zur Exkursion besteht Helmpflicht, außerdem sollten waldangepasste Kleidung und Schuhwerk getragen werden. Ein Busshuttle verbindet die Exkursionsfläche mit dem Expo-Gelände. Dieser fährt, in einem Rhythmus von circa 10 – 12 Minuten, an der Expo am Eingang Nord ab. Für die direkte Anfahrt der Fachexkursion steht ein gesonderter Parkplatz zur Verfügung. Weitere Informationen über die einzelnen Exkursionsthemen finden sich auf der Webseite www.kwf-Tagung.net 

      Schwerpunkt des Fachkongresses an allen vier Messetagen ist die anwendungsbezogene Wissensvermittlung anhand von Fachvorträgen und Diskussionsforen. Inhaltlich werden die drei großen Themenkomplexe Klimawandel und Waldbau, Technik und Verfahren sowie Wald und Gesellschaft behandelt. Der wesentliche Fokus aller Formate und Inhalte liegt dabei auf dem Nutzen für die Praxis, betont das KWF. Ein besonderes Schlaglicht soll am 20. Juni von 12.30 bis 14.30 Uhr auf das Thema „Ressource Holz – Verfügbarkeit im Hinblick auf die große Transformation“ geworfen werden. Dort finden sich neben den Spitzenvertretern der Verbände aus Forst- und Holzwirtschaft namhafte Forstwissenschaftler wieder, um mit Vertretern aus der Politik zu sprechen und zu diskutieren.

      KWF-Tagung: Wichtige Forstmesse  mitten in Deutschland

      Öffnungszeiten, Anfahrt und Preise

      Die KWF-EXPO ist an allen vier Tagen von 9 bis 18 Uhr geöffnet, der Fachkongress findet an allen vier Tagen von 10 bis 16.30 Uhr statt, die Fachexkursion ausschließlich vom 19. bis 21. Juni von 9 bis 18 Uhr.  

      Täglich werden zur Veranstaltung über 5.000 PKW und bis zu 70 Reisebusse aus unterschiedlichen Richtungen erwartet, weshalb ein umfangreiches Verkehrskonzept entwickelt wurde und die Anfahrt über alle wichtigen Verkehrsadern ausgeschildert ist. Besucher werden gebeten, sich an diese Ausschilderung zu halten und nicht ihr Navi zu benutzen.

      Für die Eintrittskarten empfiehlt sich der Online-Vorverkauf: So können bis zu 25 Prozent beim Eintrittspreis gespart werden sowie Zeit am Einlass, da das Anstehen an der Kasse entfällt. Es sind dabei zwei unterschiedliche Tickets verfügbar: eines für den Besuch des Expo-Geländes und eine Eintrittskarte, welche zusätzlich die Teilnahme an der Fachexkursion ermöglicht. Beide Ticketvarianten sind als Tages- oder Mehrtageskarte erhältlich und beinhalten die Teilnahme am Fachkongress.

      Die Ticketpreise zum Besuch der KWF-Expo liegen bei 41,25 Euro für ein Tagesticket und bei 75,90 Euro für ein Mehrtagesticket. Das Tagesticket für die KWF-Expo inklusive der Fachexkursion kostet 57,75 Euro, die Mehrtageskarte 104 Euro. Alle genannten Preise sind Vorverkaufspreise, an der Tageskasse liegen die Preise höher. Ermäßigungen und Gruppentarife werden ausschließlich über den Vorverkauf angeboten. Bereits gekaufte Karten für die geplanten Veranstaltungen 2020 und 2021, die coronabedingt ausgefallen sind, behalten ihre Gültigkeit. Der Besuch des Messegeländes ist an allen vier Tagen möglich. Die Fachexkursion kann vom 19. bis 21. Juni besucht werden. Weitere Informationen und Tickets über www.kwf-tagung.net.


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