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Kubota :

Investition in indischen Hersteller Escorts

Japaner erwerben zehn Prozent der Anteile – Gemeinsames Traktorenwerk südlich von Dehli kurz vor Produktionsstart

Der japanische Land- und Baumaschinenhersteller Kubota investiert 133 Mio. Euro in den indischen Maschinenhersteller Escorts Limited. Damit erwirbt Kubota zehn Prozent Anteile an Escorts Limited. Escorts gehört zu den führenden Traktorenherstellern in Indien mit 833 Mio. Euro Umsatz und über 10.000 Mitarbeitenden. 2018/2019 baute Escorts 96.400 Traktoren, davon der größte Teil mit bis zu 50 PS. Gleichzeitig will Kubota 40 Prozent der Anteile seiner indischen Gesellschaft Kubota Agricultural Machinery India Pvt. an Escorts Limited veräußern.

Das bereits im Februar 2019 von Kubota und Escorts Limited gegründete Joint-Venture namens Escorts Kubota India Private Limited soll noch im Juli diesen Jahres in Indien mit der Traktorenproduktion starten. Kubota hält 60 und Escorts Limited 40 Prozent der Anteile. Mit einem Investment von 38 Mio. Euro baut das Joint Venture in Faridabad, das liegt am südlichen Rand der indischen Hauptstadt Dehli, ein Werk mit einer Kapazität von 50.000 Traktoren jährlich. Hier sollen Traktoren für Kubota und Escorts gefertigt werden.

Escorts Limited-Traktoren sollen dann auch verstärkt außerhalb Indiens vertrieben werden. In Deutschland werden sie aktuell vom Importeur Fudex unter dem Namen Farmtrac verkauft.

Nach Durchlaufen der erforderlichen Verfahren und vorbehaltlich der benötigten Genehmigungen soll die Investition voraussichtlich bis Juni 2020 abgeschlossen sein. In Zukunft strebt Kubota außerdem die Errichtung eines gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungszentrums an, um kürzere Entwicklungszeiten in Kombination mit der Entwicklung lokal angepasster Produkte zu sichern.