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Krone :

Europas modernste Tauchanlage

Krone: Europas modernste Tauchanlage

Die neue KTL-Anlage in Spelle.

Für eine in der Landtechnik einzigartige Lackqualität stehen ab sofort alle Produkte der Maschinenfabrik Bernard Krone GmbH. Im Krone Werk Spelle wurde eine neue Farbgebungsanlage in Betrieb genommen, in die Krone insgesamt rd. 15 Mio. Euro investiert hat.

Kennzeichen der neuen Krone Farbgebung ist die deutlich verbesserte Vorbehandlung. So durchlaufen die zu lackierenden Baugruppen zunächst die neue Stahl-Strahlanlage, die mit 16 Turbinen für ein optimales Strahlergebnis sorgt. Zusätzlich gibt es eine Spritzentfettung, zwei Beizen sowie eine Zink- statt der bisherigen Eisenphosphatierung. Zudem verwendet Krone ein komplett neues Decklack-System.

Die Krone Farbgebung stellt sich in den einzelnen Stufen nun folgendermaßen dar. In 14 Stufen werden die Metallteile auf die eigentliche Lackierung vorbereitet. Ganz neu sind die zusätzliche Spritz- entfettung, die Zinkphosphatierung sowie die beiden Beizvorgänge in Schwefelsäure, in der auch letzte Verunreinigungen entfernt werden. Auch im Bereich der kathodischen Tauchlackierung (KTL-Grundierung) hat Krone mit nunmehr 16 Stufen (grundieren, spülen, trocknen, kühlen) die Behandlungszeiten verdoppelt.

Ebenfalls deutlich ausgeweitet wurde das Verfahren für das Auftragen des Decklacks; so wurde eine komplett neue Abdunstzone in den Prozess integriert. Der gesamte Trocknungsprozess wurde verdreifacht auf 12 Stufen. Durch diesen optimierten Abdunst- und Trocknungsprozess und durch das neue Decklacksystem wird laut Krone eine deutliche Verbesserung der Haftung, des Finishings und der Witterungsbeständigkeit erreicht.

Die Qualität der Lackierung wurde bereits in verschiedenen sogenannten Salzsprühtests überprüft und die deutlich erhöhte Korrosionsbeständigkeit wiederholt bestätigt; die Ergebnisse belegen, so Krone, eine hervorragende Farbqualität.

Auch auf Umweltaspekte wurde besonderer Wert gelegt. Krone setzt auf nahezu lösemittelfreien KTL-Lack sowie auf sogenannten Wasserlack für die Deckschicht. Beide Lackarten sind im Vergleich zum früheren Verfahren nochmals weiter entwickelt worden und weisen nun noch weniger Lösemittel auf. Um Geruchsbelästigungen und Lösemittelemissionen sicher auszuschließen, setzt Krone bei der neuen Farbgebung eine thermische Nachverbrennung (kurz TNV) ein. Hier werden die Abluftströme aus KTL- und Decklacktrockner bei einer Reaktionstemperatur von ca. 750° C verbrannt. Zur Einsparung von Primärenergie wird die TNV-Verbrennungswärme weitgehend zurückgewonnen: Zuerst wird die zu verbrennende Abluft vorgewärmt, danach wird der dann immer noch rund 390° C heiße Reingasstrom zur indirekten Beheizung des Decklacktrockners genutzt. Das Spülwasser wird immer in Mehrfachnutzung von hinten nach vorn geführt, um so Frischwasserverbrauch und Abwasseranfall zu minimieren. Die KTL arbeitet dank angeschlossener Ultrafiltration, die nicht auf den Werkstücken abgeschiedenen Lack aus dem Spülwasser separiert, im laufenden Betrieb abwasser- und material-verlustfrei. Unvermeidbare Abwässer werden in der Chargen-Abwasserbehandlungsanlage nach neuestem technischem Stand aufbereitet. Danach wird das gereinigte Abwasser über Schlammabscheidung, Schlussfiltration und pH-Endkontrolle in die Kanalisation geleitet.

Technische Daten im Übeblick: Alle zu lackierenden Komponenten durchlaufen 52 Stationen, davon sind 20 Tauch- und Spülbecken.

Beckengröße für Werkstücke:

– bis zu 8.600 mm Breite

– bis zu 2.450 mm Länge

– bis zu 2.200 mm Höhe

Tragkraft der Beschickungsautomaten: bis zu 2 Tonnen. Maximal mögliche Beschichtungsfläche pro Tag: 12.600 m2


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