Magazin Gülletechnik

Kompetenzzentrum Bauer Nord in Ahlen :

Österreicher rücken Richtung Norden

Die Bauer-Group aus der Steiermark eröffnet unter dem Namen Bauer Nord in Ahlen, Nordrhein-Westfalen, ein Kompetenzzentrum für Gülle- und Bewässerungstechnik.

Kompetenzzentrum Bauer Nord in Ahlen: Österreicher rücken Richtung Norden

Das Aufliegerfass ST 30000 ist mit zwei Lenkachsen deutlich wendiger geworden.

Otto Roiss, CEO Bauer Group, Franz Peter Roll, Vertrieb- und Marketing Bauer Group (l.) und Lukas Kuchenheuser, Produkt-manager Selbstfahrer (r.) bei der Präsentation in Ahlen.

Otto Roiss, CEO Bauer Group, Franz Peter Roll, Vertrieb- und Marketing Bauer Group (l.) und Lukas Kuchenheuser, Produkt-manager Selbstfahrer (r.) bei der Präsentation in Ahlen.

Der Standort Ahlen wird der erste „Flagship-Store“ der Bauer Group im Norden. Der Spezialist für Bewässerungs-, Abwasser- und Gülletechnik wird am Standort Ahlen die komplette Produktpalette anbieten und diesen zum überregionalen Kompetenzzentrum ausbauen. Der Fokus liegt eindeutig auf der Technik der Selbstfahrer, aber nicht nur. Unter dem Namen „Bauer Nord“ sind in Ahlen Montage, Ersatzteilversorgung, Vertrieb und Service für das gesamte Portfolio unter einem Dach vereint. Hier sitzen die Ansprechpartner für Landwirte, Lohnunternehmen und Landtechnikhandel.

ST 30000 – wendige Effizienz

Seit gut vier Jahren gehört die Marke SGT, spezialisiert auf Gülleaufbauten mit dem Claas Xerion als Trägerfahrzeug, zur Bauer Group. Von nun an sind alle bisherigen SGT-Produkte unter dem Markendach “Bauer Selbstfahrtechnik” zusammengeführt. Das Tandem Güllefass ST 30000 gewinnt mit zwei Lenkachsen ausgestattet deutlich an Wendigkeit, so ist der ST 30000 auch auf klein strukturierten Flächen einsetzbar. Die Fahrwerksanbindung und die Lenkgeometrie sind ebenfalls optimiert. Mit einem Lenkwinkel von 18 Grad kann das Gespann nahezu in einer Spur fahren. Verschiedenste Räder stehen dabei zur Auswahl. Der Rohrdurchschnitt zwischen dem sich in der Frontunit befindenden RotaCut und der Drehkolbenpumpe wurde von 8 auf 10 Zoll vergrößert. Das flexible Hubwerk bietet 9,8 t am Kupplungspunkt. Auch an die Wartung wurde gedacht: mehr Wartungsdeckel und ein großer Fettbehälter für die Zentral-schmierung von 8 kg Kapazität. Lukas Kuchenheuser, Geschäftsleiter BNH Landtechnik, ist überzeugt: „Alle Neuerungen machen das Gespann zum kürzesten, wendigsten und wirtschaftlichsten Fahrzeug seiner Klasse.“

Mit dem neuen Plug & Play S300 präsentiert die Bauer Group auch ein kleines, mobiles Separator System.

Mit dem neuen Plug & Play S300 präsentiert die Bauer Group auch ein kleines, mobiles Separator System.

Bei allen Stahlfasstypen sind Stützlast und Fahrverhalten weiter optimiert. Der Schwerpunkt ist um 200 mm gesenkt. Das Wunsch-Fass kann exakt den Kundenbedürfnissen angepasst werden.

BSA Premium-Line & Profi-Line

Basis des Güllefasses ist immer der gleiche Fasskörper, somit sind die Durchlauf- und Lieferzeiten stark verkürzt. Die neue Fass-Generation wird via Signo 4.0 Terminal gesteuert. Die Anwender können aus verschiedensten Ausstattungsvarianten wählen und viele Optionen sind nachrüstbar, wie z.B. EHLA-Zwangslenkung, Vollautomatik, NIR-Sensor, Reifendruckregelanlage und 2-Kammer-System. Um die Flexibilität auch bei der Auswahl der Verteiltechnik zu behalten, sind seitliche Befestigungsschienen serienmäßig. Alle Fahrwerke, ob mechanisch, luft- oder hydraulikgefedert, können im gleichen Fasskörper verbaut werden. Und dazu bietet BSA unterschiedlichste Radkombinationen an. Die Premium-Line wird ohne Hubwerk am Markt sein, die Profi-Line mit Hubwerk.

Mit der Modulen-Bauweise können die BSA Fässer, sowohl in der Premium- als auch in der Profi-Line, sehr kundenindividuell ohne lange Lieferzeiten ausgestattet werden.

Mit der Modulen-Bauweise können die BSA Fässer, sowohl in der Premium- als auch in der Profi-Line, sehr kundenindividuell ohne lange Lieferzeiten ausgestattet werden.

Smart separiert

Mit dem neuen Plug & Play S300 Kleinseparator präsentiert die Bauer Group auch ein kleines, mobiles Separator-System für Landwirte oder Nutzungsgemeinschaften auf der Agritechnica. Damit rundet Bauer das Angebot der bisherigen Ausführungen S655/ 655 HD; S855/ 855 HD und des 855 GB ab. Sämt-liche Komponenten sind auf engstem Raum verbunden: Von der Einbringpumpe über die Leitungen bis hin zur elektronischen Steuerung. Klein und kompakt schafft der S300 pro Stunde je nach Art der Gülle ca. 7 m³ Rindergülle, 16 m³ Schweinegülle und 14 m³ Gärrest. Nur an die Steckdose anschließen, und schon kann es losgehen. Durch die im Rahmen integrierten Staplerschuhe kann die komplette Anlage einfach mittels Hoflader bewegt und schnell an jeden beliebigen Ort gebracht werden, um so beispielsweise mehrere Güllebehälter flexibel zu bewirtschaften.

Mit SIGNO 4.0 in die Zukunft steuern

Mit der neuen SIGNO 4.0 bringt Bauer sein Agrarelektronik-Angebot auf eine neue Ebene: Künftig können wesentlich größere Datenmengen verarbeitet werden, Traktor und Fass sind deutlich kompatibler. Unterstützt durch die international einheitliche ISOBUS-Normung werden Hydraulikzylinder oder Elektromotoren nicht mehr durch Hebel oder Schalter einzeln angesteuert, sondern ein einziges Kabel reicht, um Befehle zum Gerät zu leiten. Der Jobrechner steuert die notwendigen Hydraulikventile und aktiviert Stellmotoren. Der Bordcomputer SIGNO 4.0 von Bauer ist mit der neuesten Jobrechner-Generation ausgestattet und sorgt damit für hohe Rechenleistung. Anwendungen mit großen Datenmengen können sicher verarbeitet werden.

Kurz vor der Agritechnica nutzt Otto Roiss, CEO der Bauer Group, mit seinem Team die Gelegenheit, zahlreiche Neuerungen an Maschinen und Geräten in Ahlen zu präsentieren, die Handling und Wartung vereinfachen.

Fazit

Der Ausbau zum Kompetenzzentrum am Standort Ahlen ist ein Statement. „Bauer Nord wird ein zentraler Baustein für die zukünftige Ausrichtung des Unternehmens“, so Roiss.

Der Focus in Ahlen liegt sicherlich auf der selbstfahrenden Gülletechnik. Gleichzeitig ist das gesamte Produktportfolio der Bauer Group präsent. Damit ist ein erster zentraler Anlaufpunkt im Norden geschaffen. Damit wird der Vertrieb der Bauer Group neu aufgerollt.

 

 


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