Magazin Landtechnik

Kerner Corona :

Anders, aber schnell und sicher

Reicht ein einziger Grubber für extrem flache Bodenbearbeitung und tiefe Lockerung?

Kerner Corona: Anders, aber schnell und sicher

Kerner Corona: Ein Gruber für alle Fälle.

Gerold Wagner hat sich der nachhaltigen Landwirtschaft verschrieben. Mit seiner Firma Terrasmart vertreibt er auch Reifendruck-Regelsysteme.

Gerold Wagner hat sich der nachhaltigen Landwirtschaft verschrieben. Mit seiner Firma Terrasmart vertreibt er auch Reifendruck-Regelsysteme.

Ein einziger Grubber reicht für extrem flache Bodenbearbeitung und Lockerung bis zu 30 cm – das verspricht der Bodenbearbeitungsgerätehersteller Kerner. Stimmt dieses sehr werblich klingende Versprechen? Landwirte berichten über ihre Einsatzerfahrungen mit dem Universalgrubber Corona.

Immer mehr Landwirte – nicht nur im Ökoanbau – setzen ganz oder teilweise auf pfluglose Bodenbearbeitung, auf Mechanik statt Agrarchemie. Dafür bietet der Hersteller Kerner den Universalgrubber Corona an. Das Gerät soll eine extrem flache und ganzflächige Bodenbearbeitung ermöglichen, aber auch eine Lockerung bis zu einer Tiefe von 30 cm, wenn die Bodenverhältnisse dies zulassen. Wenn dieses Herstellerversprechen zutrifft, könnten mit diesen universell einsetzbaren Standardgrubber aktuelle Herausforderungen der Ackerhygiene und Bodenbearbeitung erfüllt werden, ohne dass in Spezialtechnik investiert werden muss.

Wir befragten mehrere Landwirte, die den Corona bereits über längere Zeit einsetzen, nach ihren Erfahrungen und Arbeitsergebnissen. Für den Landwirt Gerold Wagner aus dem österreichischen Gaspoltshofen ist der Kerner Corona „mein Hauptgerät für die Grundbodenbearbeitung und ideal für jeden, der mit einem Gerät möglichst viel machen will.“

Praktikerstimmen

Wagner hat sich der nachhaltigen Landwirtschaft verschrieben. Er bewirtschaftet nahe Ried im Innkreis einen reinen Ackerbaubetrieb mit rund 66 Hektar. Er ist Geschäftsführer einer Biogasanlage von vier Landwirten und außerdem Inhaber der Firma Terrasmart, die Reifendruck-Regelungssysteme vertreibt.

Seit rund acht Jahren arbeitet Gerold Wagner mit voller Überzeugung. Den Corona teilt er mit zwei Kollegen. Gemeinsam bewirtschaften sie mit dem Gerät 200 Hektar. Er selbst baut Getreide und Mais an und nutzt den Corona ganzjährig für die Grundboden-, die Stoppel- und die Saatbeetbearbeitung. Für seine Betriebsstruktur und Anforderungen hat sich die Kombination eines 150 PS-Schleppers mit dem 3 Meter-Grubber bestens bewährt: „Damit kann man locker 200 Hektar bearbeiten.“

Er achtet auf das ausgewogene Zusammenspiel verschiedener Faktoren. „Zur nachhaltigen Bewirtschaftung gehört die richtige Bodenbearbeitung, bodenschonend mit dem passenden Reifendruck, die Fruchtfolge mit Zwischenfrüchten, Kalk bei Bedarf, Humusaufbau, ein optimales Bodenleben mit vielen Regenwürmern. Das greift alles ineinander. Für die naturnahe Bodenbearbeitung ist der Corona das optimale Gerät.“

Im Herbst grubbert Wagner nach dem Mais, bevor er sein Wintergetreide sät. Ähnlich nach der Getreideernte: Je nach Bodensituation grubbert er ein- bis zweimal – „erst flach, damit die Kapillare der Stoppel abgeschnitten werden, und dann tiefer“. Gleichzeitig sät er seine Zwischenfrucht.

Anschließend wird im Frühjahr die Zwischenfrucht flach eingearbeitet. Er betont, dass er durch die mechanische Bearbeitung ohne Chemie auskomme und außerdem das Wasser so im Boden halte. Der Corona erlaube minimale Bodenbearbeitung, die Zwischenfrüchte – Mischungen aus Flach- und Tiefwurzlern – lockerten den Boden.

„Ich wollte ein Gerät, das ich auch ohne Walze nutzen kann, beispielsweise nach dem Maisanbau“, sagt er. Er nutze zwei Schare, breite mit und ohne Flügel, sowie schmalere ohne Flügel. Auf seinen zum Teil stark hügeligen Feldern bewährte sich die 3-Meter-Breite des Grubbers, der über die Dreipunktaufhängung gekoppelt ist. Landwirt Wagner ist überzeugt von der Konstruktion des Corona: „Die Anordnung der zehn Schare in drei Reihen beim C 300 schafft Platz für Stützräder ganz außen. Damit erreiche ich den besten Effekt.“

Durch die symmetrische Scharaufteilung können die Stützräder am vorderen Teil des Grubber-Rahmens montiert werden. Dies hat den Vorteil, dass beide Stützräder innerhalb der Arbeitsbreite angebracht werden können und immer auf festem Boden laufen, was für eine exakte Tiefenführung wichtig ist.

Da es dank der symmetrischen Anordnung der Schare keinen Seitenzug gebe, sei der Verschleiß nahezu ausgeglichen. Nach der Halbzeit tausche er einmal den kompletten Scharsatz und müsse nicht mehr Schare wegwerfen, die nur auf der einen Seite abgenutzt und auf der anderen noch gut seien.

Dank der symmetrischen Anordnung der Werkzeuge kein Seitenzug.

Dank der symmetrischen Anordnung der Werkzeuge kein Seitenzug.

Die Brüder Thomas und Josef Betz jun.: „Keine Verstopfung der Ringe“.

Die Brüder Thomas und Josef Betz jun.: „Keine Verstopfung der Ringe“.

„Vor allem zur Stoppelbearbeitung“

Die Brüder Betz aus Langerringen-Gennach haben sogar schon andere Landwirte von den Vorteilen des Corona überzeugt. Seit zwei Jahren nutzen Thomas und Josef Betz jun. den Corona C 450 mit 4,5 Metern Arbeitsbreite. Mit ihrem Vater bewirtschaften sie am nördlichen Rand des Allgäus einen Hof mit Milchvieh, rund 40 Hektar Grünland und 100 Hektar Ackerfläche. Die beiden Brüder sind außerdem als Lohnunternehmer tätig.

In beiden Betriebszweigen kommt der Corona zum Einsatz. „Wir nutzen ihn vor allem zur Stoppelbearbeitung nach dem Dreschen“, so Josef Betz jun. „Danach im pfluglosen Arbeiten ohne Flügelschar, im Raps und vor dem Weizensäen. Zusätzlich wird der Universalgrubber im Frühjahr zur Saatbeetbearbeitung vor der Maissaat eingesetzt.“

Es ist die vierte Maschine aus dem Hause Kerner, die die Betz-Brüder kauften – diesmal sogar, ohne den Corona vorher zu testen. Ausprobiert hatten sie den Komet, mit dem sie für ihre Anforderungen aber nicht zufrieden waren. Vom Corona dagegen waren sie schlagartig „hellauf begeistert“. Genauer gesagt, von der Möglichkeit, Stoppelfelder auf 5 cm minimal zu bearbeiten von der Durchmischung und der nachlaufenden Crackerwalze mit integrierten Schneidmessern.

Josef Betz jun. schätzt es, dass das 4,5-Meter-Gerät auf 3 Meter klappbar ist. Die symmetrische Scharanordnung sorge dafür, dass es keinen Seitenzug gebe. Das Schnellwechselsystem erlaube den Schartausch innerhalb weniger Minuten, bedeute also geringe Standzeit: „Das Wechselsystem möchte ich nicht mehr anders haben.“

Zum Einsatz kommen bei den Bodenverhältnissen am Rand des Allgäus 320 mm breite Flügelschare und 80 mm breite Meißel. Die Verschmutzung hinten am Schlepper konnte durch Anbau zweier Schollenteiler gestoppt werden. Der größte Ringabstand verhindere, dass die Walze verstopft werde, so Betz jun.. Auch die Steinsicherung funktioniere. Bisher habe noch kein einziger Stein das Gerät stoppen können. „Und auf die hydraulische Tiefeneinstellung würde ich auch nicht mehr verzichten.“ Das Randleitblech, das sich dem Boden anpasse, nennt Betz schlicht „super“. Und weil die Stecker an der Hydraulik farbig und die Kupplungen sauber beschrieben seien, „reiß‘ ich nicht mehr am Stecker eines Steuergeräts herum“, lobt er die Details des Corona, die schnelle, sichere Veränderungen der Einstellungen ermöglichen. Aus seinem Betrieb, in dem auch mit dem Pflug gearbeitet wird, sei der Grubber nicht mehr wegzudenken.

Der Kerner Corona wird übrigens in vier Arbeitsbreiten angeboten: 2,50 m, 3,00 m, 4,50 m und 5,00 m. Mehr Informationen: www.kerner-maschinenbau.de.


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