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John Deere :

Bilanz: Freudiger Blick zurück auf ein Erfolgsjahr

Hohe Nachfrage sorgt für deutliches Plus bei Umsatz und Ergebnis – Beitrag der übernommenen Wirtgen Group höher als erwartet – Weiteres Wachstum für das laufende Geschäftsjahr erwartet

John Deere: Bilanz: Freudiger Blick zurück auf ein Erfolgsjahr

Auch die Landtechnikmärkte in Nordamerika sollen 2019 anziehen.

Bessere Marktbedingungen und ein anorganisches Wachstum haben Gewinn und Umsatz des Bau- und Landmaschinenherstellers Deere & Company im Ende Oktober abgelaufenen Geschäftsjahr 2017/18 das zweite Jahr in Folge deutlich wachsen lassen. Gemäß dem Geschäftsbericht, den der Konzern soeben vorgelegt hat, stieg der Jahresumsatz gegenüber 2016/17 um 29 % auf 33,35 Mrd. $ (29,38 Mrd. Euro). Der Nettogewinn vergrößerte sich um 9,7 % auf 2,37 Mrd. $ (2,09 Mrd. Euro). Im vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres verbuchte Deere Company dabei einen Gewinnsprung um mehr als die Hälfte auf 785 Mio. $ (691 Mio. Euro), bei einer Umsatzsteigerung um 18 % auf 8,34 Mrd. $ (7,35 Mrd. Euro). Der Verwaltungsratsvorsitzende Samuel R. Allen berichtete von einer hohen Nachfrage sowohl nach Land- als auch nach Bautechnik. „Die Ersatzinvestitionen bei den Landmaschinen beleben sich weiter, ungeachtet von Spannungen im Welthandel und anderen geopolitischen Themen“, so Allen. Die Landmaschinenverkäufe in Nord- und Südamerika hätten zugelegt und auch bei den Baumaschinen entwickle sich das Geschäft weiterhin positiv. Der finanzielle Beitrag der übernommenen Wirtgen Group habe die Vorhersagen übertroffen. Der Baumaschinenhersteller steuerte dem Bericht zufolge im Gesamtjahr mit 12 % zur Umsatzsteigerung in den Maschinensparten von Deere bei. Höheren Rohstoff- und Transportkosten begegnete der Konzern eigenen Angaben zufolge mit einer Kombination aus Kostenreduzierung an anderer Stelle und Preisanpassun- gen.

Bei den Umsätzen in der Sparte „Landmaschinen & Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege“ konnte das US-Unternehmen auf das Gesamtjahr bezogen eine Steigerung von 15 % sowie im Quartalsvergleich von 3 % erzielen. Als wesentliche Faktoren werden höhere Stückzahlen, höhere Preise und geringere Garantiekosten genannt. Der Betriebsgewinn stieg im Jahresvergleich um 12,1 % auf 2,82 Mrd. $ (2,48 Mrd. Euro), verschlechterte sich im vierten Quartal gegenüber der Vorjahresperiode aber um 4,5 % auf 567 Mio. $ (499 Mio. Euro). Für das Geschäftsjahr 2019 erwartet die Konzernspitze nach aktuellem Stand einen weiteren Umsatzanstieg, und zwar von 7 %. Der Umsatzbeitrag der Wirtgen Group, zu dem auch die Marke Vögele gehört, sowie andererseits ungünstige Umrechnungskurse sind in dieser Prognose berücksichtigt. Beim Nettogewinn wird eine Zielmarke von 3,6 Mrd. $ (3,2 Mrd. Euro) angepeilt. In der Landmaschinensparte rechnen die Analysten in den USA und Kanada mit einer höheren Ersatzbeschaffung von leistungsstarken Maschinen sowie einer anhaltenden Nachfrage nach Kompakttraktoren. Diese Treiber sollen einen spartenbezogenen, regionalen Umsatzanstieg von 5 % möglich machen. Mit Blick auf die Märkte der Europäischen Union rechnet Deere & Company mit gleichbleibenden Erlösen. Die Trockenheit hemme hier aller Voraussicht nach die Investitionen in wichtigen Märkten. In Südamerika erwartet man bei Traktoren und Mähdreschern einen konstanten bis leicht wachsenden Umsatz. Hier sollen die Verkäufe von einem starken brasilianischen Markt profitieren. Stabil bis schwächere Umsätze werden in Asien erwartet.


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