JCB - Immer auf der Suche nach dem besseren Weg!

Das englische Unternehmen präsentierte in seinem deutschen Trainingscenter in Frechen den Teilnehmern der diesjährigen LBT Tagung seine Strategie und gab einen Ausblick auf die technische Entwicklung seines Land- und Baumaschinenprogramms.

JCB: Immer auf der Suche nach dem besseren Weg!

Über 2.000 Quadratmeter Hallenfläche stehen in der deutschen JCB-Zentrale in Frechen für Trainingswerkstätten, Schulungsräume und den deutschen Vertrieb zur Verfügung.

Wenn man die JCB-Zentrale im mittelenglischen Rocester kennt, dann erkennt man auch beim Besuch des deutschen Trainingscenters in Frechen sofort den JCB-typischen Look: die schlichte Form des Baus, die mintgrüne Farbe der Fassade mit dem gelb-schwarzen JCB-Logo, die großen dunkel getönten Glasflächen im Empfangsbereich. Dies war der Tagungsort für den siebten Tag der LandBauTechnik Ende September.

Es sieht aus wie bei der Mutter in England, nur etwas kleiner. Obwohl – „klein“? Über 2.000 Quadratmeter Hallenfläche stehen für Trainingswerkstätten, Schulungsräume und Veranstaltungen sowie den deutschen Vertrieb bereit. Ein großes Demogelände mit verschiedenen Schüttgütern lädt zum Ausprobieren der Maschinen ein. Die im Jahr 2019 fertiggestellte Niederlassung ist auch die Zentrale für das über 60-köpfige deutsche JCB-Team, das Frank Zander als Geschäftsführer leitet. Diese hohe Investition mit dem Schwerpunkt After-Sales wertet Zander als ein deutliches JCB-Bekenntnis zum deutschen Markt nach dem Brexit.

„Jamais content“, übersetzt „Gib dich niemals zufrieden“, ist das Motto des weltweit agierenden Land- und Baumaschinenherstellers. Das Familienunternehmen unter Leitung von Lord Anthony Bamford ist weltweit der drittgrößte Hersteller von Erdbewegungsmaschinen. Bei den – in Deutschland weniger populären – Baggerladern sind die Engländer mit 22 Werken in Europa, Indien, China und Brasilien weltweit die Nummer 1.

Platz 1 weltweit nimmt das Unternehmen auch bei Teleskopladern für sich in Anspruch. 16.000 Mitarbeitende entwickeln, bauen und vertreiben 350 verschiedene Maschinen, vom Minibagger bis zum 24 Tonnen Radlader. In der Landwirtschaft sind vor allem der JCB Fastrac und die Teleskoplader verbreitet. Im Jahr 2022 verkaufte JCB weltweit 100.000 Maschinen, der Umsatz mit 700 Händlern weltweit an 2.400 Stützpunkten beträgt über 4,7 Mrd. Euro. Im Vertrieb bestreite der Bereich Baumaschinen 40 Prozent, das Geschäft mit Vermietern 35 Prozent, die Landwirtschaft 14 und die Industrie 8 Prozent.

JCB Group Engeneering Director Andy Whyman beschrieb den LBT Tagungsteilnehmern die Konzern-Strategie. Sie folgt dem Trend zur Verstädterung der weltweiten Bevölkerung. Heute leben 54 Prozent der Weltbevölkerung in Städten, im Jahr 2050 werden es Prognosen nach gut 70 Prozent sein. Ein Trend, der bereits lange anhält: 1970 gab es drei Städte auf der Erde mit über zehn Millionen Einwohnern, heute sind es 33!. Whymans Recherchen nach fließen global 3,3 Billionen Dollar pro Jahr bis 2030 in Infrastrukturausgaben.

Mit dem JCB-Programm sei man von der Instandhaltung der Städte, über den Wohnungsbau bis zum Bau der Straßen, die die Zentren verbinden, mit passenden Maschinen präsent. Zudem müsse die bis 2050 auf zehn Milliarden Menschen ansteigende Weltbevölkerung ernährt werden. Hier leisten für den landwirtschaftlichen Warenumschlag und die Beschickung von Biogasanlagen Teleskopen und Radlader in schwarz/gelb ihren Beitrag sowie der Fastrac als Transporter und Ackerschlepper.

JCB: Immer auf der Suche nach dem besseren Weg!

JCB Deutschland Geschäftsführer Frank Zander (links) und Vertriebsleiter Mark Zimmermann stellten die Strategie ihres Unternehmens vor.

Die 350 verschiedenen Maschinen folgen über 50 Neuheiten jährlich, das ist gut jede Woche eine. Auf dem Weg zum CO2-freien Unternehmen setzt sich JCB das Ziel, die Emissionen der eigenen Produktion massiv zu senken und bis 2050 ein emissionsfreies Maschinenprogramm anzubieten. Bei Kompaktmaschinen setzt man auf den elektrischen Antrieb, bei den Großmaschinen vorerst auf den Verbrennungsmotor mit Kraftstoff aus hydrierten Pflanzenölen, also nicht fossilem Diesel. Als weiteren Kraftstoff nutzt man Wasserstoff, vorerst als Treibstoff für Verbrennungsmotoren. Den Weg, Wasserstoff über die Brennstoffzelle für den elektrischen Antrieb zu nutzen, sieht man noch in weiterer Ferne. Aktuell hat JCB bereits sieben verschiedene Maschinen in seiner Elektroflotte.

6.000 Maschinen in Deutschland sind der Plan für 2023

In Deutschland arbeitet JCB, wie Frank Zander ausführt, mit 56 Händlern, das entspricht 150 Stützpunkten, zusammen. Davon sind 25 Händler mit 90 Stützpunkten auch auf Landtechnik spezialisiert. Im Deutschland-Plan für das Jahr 2023 stehen 6.000 Maschinen .

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Im Vorführring präsentierte JCB den Gästen Highlights des Technikportfolios.

Mark Zimmermann, General Manager Sales & Product für JCB Deutschland, stellte den Gästen in Frechen aus seiner Sicht die Unterschiede der Full-Liner-Strategie zu einer Spezialisierung des Produktportfolios vor, bei der der Traktor nicht unbedingt an erster Stelle stehen muss. Die Spezialisierung auf bestimmte Produktgruppen erlaube eine intensive Betreuung und Beratung in den immer komplexeren Maschinenprogrammen. Also durchaus eine Alternative, über die sich nachzudenken lohnen kann.

 

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JCB

Herstellerdaten JCB

  • Gründungsjahr: 1945
  • Umsatz in Mio. €: 3370
  • Anzahl Mitarbeiter: 10000
  • Branche: Bau- und Landmaschinen
  • Website: www.jcb.com

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