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Interview :

Neue Technik-Standorte in Ostdeutschland und Polen

Der eilbote sprach mit Agravis Ressortvorstand Technik, Jörg Sudhoff, über Projekte im Vertrieb und After Sales.

Interview: Neue Technik-Standorte in Ostdeutschland und Polen

Die Agravis Landtechnik zählt cirka 2.400 Mitarbeitende an 113 Standorten.

eilbote: Zur Gebrauchttechnik: Die Agravis ist deutscher Pionier und heute sehr aktiv in der Auktionierung von Landtechnik. Wie hoch ist der Anteil auktionierter Umsätze an Gebrauchttechnik im Vergleich zu Ihrem Gesamtumsatz Gebrauchtmaschinen? Wird der Anteil durch Corona steigen?

Jörg Sudhoff: Die Gebrauchtmaschinenvermarktung ist ein wesentliches Standbein der Agravis Technik-Gruppe und zugleich ein Erfolgsfaktor für eine stabile Neumaschinenvermarktung. Mit der spezialisierten Gesellschaft Agravis Technik Center GmbH gelingt es uns seit Jahren, dieses Geschäft laufend zu erweitern und zu professionalisieren. Im digitalen Zeitalter gehören Online-Auktionen selbstverständlich dazu. Sie sind eine weitere attraktive Möglichkeit der Kundenbindung und der Kundenansprache. Dieser Kanal hat uns auch in Corona-Zeiten gute Geschäfte gebracht und internationales Geschäft trotz der Pandemie ermöglicht.

ATStore24: Wie hoch ist die Umsatzplanung für 2021? Was sind die mittelfristigen Aussichten in einem sehr wettbewerbsstarken Umfeld?

Der ATStore24 ist im zurückliegenden Geschäftsjahr erfolgreich an den Start gegangen. Die ersten Monate wurden natürlich durch Corona begünstigt, aber dessen ungeachtet ist der ATStore24 ein wichtiger Bestandteil unserer Omnichannel-Strategie. Ziel bleibt es, stationär und online zu verbinden und den persönlichen Kundenkontakt aufrechtzuerhalten und zu intensiveren. Deshalb werden wir den Onlineshop kurzfristig um die Funktionalität „Click und Collect“ ergänzen – online bestellen und die Ware an einem Standort eigener Wahl abholen. Wir erwarten für 2021 – dem ersten kompletten Kalenderjahr für den ATStore24 – deutlich steigende Umsatzzahlen.  Wir berichten nicht in Einzelumsätzen, sondern stets in Produktumsätzen nach Bereichen – deshalb kann ich Ihnen hier keine Zahl nennen.

Sie wollen mehr investieren. Wie hoch sind die in die Sparte Landtechnik geplanten Investitionen? Wie sind die Umsatzerwartungen an das laufende Geschäftsjahr in dieser Sparte?

Das Investitionsvolumen im Geschäftsfeld Technik soll im Jahr 2021 in Richtung 10 Mio. Euro gehen. Die geplanten Aktivitäten stehen unter der Überschrift „Strategische Investitionen ins Servicenetz“. Um den polnischen Markt noch stärker als bisher zu erschließen, sollen dort drei neue Standorte entstehen, außerdem einer in Ostdeutschland.

Seit Juli 2020 arbeiten Sie mit einer neuen Organisationsform in der Agravis Landtechnik. Dazu sagte Gerd Schulz, Geschäftsführer der Agravis Technik Holding GmbH, im letzten Jahr im eilbote: „Es ist erforderlich, die Fullliner-Ambitionen der Hauptmarken zu kanalisieren sowie den Ansprüchen aller anderen partnerschaftlichen Hersteller gerecht zu werden, um ein organisches und anorganisches Wachstum voranzutreiben.“

Wie weit ist ist dies mittlerweile gelungen? Gibt es Zuwächse bei Marktanteilen?

Wir pflegen mit unseren Lieferanten eine sehr konstruktive, partnerschaftliche Zusammenarbeit. Im Geschäftsjahr 2020 ist es uns gelungen, parallel zu den wachsenden Gesamtmärkten unsere Marktanteile mit Unterstützung der Hersteller auszubauen – vor allem im Schlepper- und Erntemaschinenbereich.

Newtec: NewHolland wächst weiter in Richtung Longliner. Wie weit erweitern die Newtec Filialen hier ihr Programm um Konkskilde Maschinen in der Futterernte und Bodenbearbeitung?

Unsere Konzerngesellschaft Newtec pflegt eine enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit sowohl mit New Holland als auch mit den traditionellen Lieferanten, mit denen wir in langfristigen Vertragsbeziehungen stehen. An diese Verträge halten wir uns.

Die Fragen stellte Bernd Pawelzik


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