Magazin INTERFORST 2018

Interforst 2018 :

Technik steht immer im Mittelpunkt

Größte Spezialmesse des Jahres mit dem Thema Wald startet am 18. Juli in München

Interforst 2018: Technik steht immer im Mittelpunkt

Die Interforst lockt rund 50.000 Fachbesucher nach München.

Großes Thema: Die automatische Brenn- und Kaminholzproduktion.

Großes Thema: Die automatische Brenn- und Kaminholzproduktion.

Auf der Messe Interforst präsentiert sich die deutsche und internationale Forst- und Holzwirtschaft vom 18. bis 22. Juli in München. Neben der Messe gibt es Sonderschauen in der Halle und dem Freigelände. Die rund 50.000 Messebesucher bekommen praktische Tipps für die tägliche Arbeit, moderne Forstmaschinentechnik in Aktion sowie die Präsentation von Zukunftsthemen wie Forstwirtschaft 4.0.

Vom 18. bis 22. Juli wird München wieder zum Mekka für die Forstwirtschaft. Auf der nur alle vier Jahre stattfindenden Messe „Interforst“ präsentieren auf über 70.000 Quadratmeter Bruttofläche 451 Aussteller aus 27 Ländern ihre Innovationen und die neuesten Produkte der Forstbranche. Die top Ausstellerländer der letzten Interforst im Jahr 2014 waren – neben Deutschland – Finnland, Frankreich, Italien, Niederlande, Österreich, Schweden und die Schweiz. Der Veranstalter erwartet rund 50.000 Besucher aus 72 Ländern. Neben den Präsentationen der Aussteller finden Besucher auch ein breitgefächertes Rahmenprogramm.

In der Mitte der Messehalle B6 können Besucher auf einer Sonderschaufläche von rund 1600 m² an einem Rundparcours alle Stationen erleben, die das Holz „vom Keimling bis zum Kantholz“ durchläuft.

Vom Keimling zum Kantholz

Los geht es mit der Bestandesbegründung, die von der Erzeugergemeinschaft für Qualitätsforstpflanzen Süddeutschland (EZG) gezeigt wird. Dem schließt sich die Jungwuchs- und Jungbestandspflege an, wo die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) zusammen mit Fachleuten des Forstlichen Bildungszentrums Laubau und des Kuratoriums für Waldarbeit und Forsttechnik (KWF) den sicheren Einsatz moderner Akkutechnik vorführen. Es folgen Stationen zur Walderschließung und Waldinventur unter Einsatz moderner Drohnentechnik UAS (Unmanned Aerial Systems). Was moderne Forstschlepper heute alles zu leisten imstande sind, wird ebenso erläutert wie die Vorteile für die Bodenschonung beim Einsatz einer Traktionshilfswinde am Hang oder des neu entwickelten – erstmals auf der Interforst 2018 vorgestellten – OnTrack-Forwarders. Auch Holzvermessung und Sortierung im Wald und im Werk werden gezeigt. Sie bilden die entscheidenden Weichenstellungen dafür, wohin der Weg des Holzes letztendlich geht.

Abgerundet wird das Ganze durch eine Produktschau, die anschaulich vorführt, dass man aus Holz (fast) alles machen kann. Dabei werden Beispiele für die stoffliche und die energetische Nutzung des Rohstoffes gezeigt.

Forstwirtschaft 4.0

Die Sonderschau zeigt außerdem, was Forstwirtschaft 4.0 heute schon ist und in Zukunft sein wird. Umgeben von der realen Welt der Prozesskette Holz befindet sich im Inneren der Sonderschau der virtuelle Teil. Gestaltet wird er im Wesentlichen von der RWTH Aachen, der TU München sowie dem KWF. An sieben Stationen – welche die Inhalte des äußeren Parcours spiegeln – wird gezeigt, wie die digitalen Zwillinge des Keimlings, des Baums, später des eingeschnittenen Stamms und schlussendlich – exemplarisch für die Produktvielfalt – des Kantholzes in eine Interaktion treten. So wird z.B. simuliert, wie sich der Baum mitsamt seiner Artgenossen entwickelt und welche Auswirkungen unterschiedliche Durchforstungsarten auf die Bestandsstruktur und das Wachstum haben. Dadurch wird deutlich, welche Chancen darin liegen, Daten unter den „Mitspielern“ in der Prozesskette Holz auszutauschen und welche Vorbehalte dagegen durchaus begründet oder unbegründet sind.

Technikeinsatz schafft Sicherheit

Die Sonderschau der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) präsentiert auf dem Freigelände auf 1.900 m² Fläche wichtige Themen in Sachen Unfallverhütung.

Die Vollmechanisierung wird unter dem Aspekt der Arbeitssicherheit thematisiert. An einem Harvester werden ausgesuchte Detailinformationen zur Maschinensicherheit gegeben. Kurz und prägnant macht die SVLFG technische Merkmale sichtbar, die das Arbeiten sicherer und komfortabler machen. Von den besonderen Kabinenscheiben bis hin zur Klima- und Personen-Notsignal-Anlage können die Messebesucher die technische Sicherheit eines modernen Harvesters erkunden.

An sechs Stationen werden die Motorsäge, die Sicherheitsfälltechnik, technische Fällhilfen, die Spillwinde, zeitgemäße persönliche Schutzausrüstungen namhafter Hersteller sowie der aktuelle Stand von Personen-Notsignal-Anlagen vorgestellt.

Zu den Exponaten gehören auch der weiter entwickelte Fällkeil „VAL Fast“ sowie die „dynamische Trittstufe“. Der Keil ermögliche ergonomisches und sicheres Arbeiten und bietet ein Plus an Sicherheit. Risiken durch herabfallende Äste werden gemindert; zudem ist die Bedienung von außerhalb des Gefahrenbereichs möglich.

Die neue Trittstufe ermöglicht den Nutzern laut SVLFG einen leichten, bodennahen Abstieg, gebremst von einer verschleißfreien Wirbelstrombremse. Die Stufe arretiere zudem in Bodennähe und biete so auch beim Einstieg eine geringe Höhe. Nach dem Einstieg fahre die untere Stufe außerdem automatisch ein und stelle so wieder die maximale Bodenfreiheit für Fahrt und Arbeit auf der Maschine her.

Auf einer Gesundheitsstraße können sich Messebesucher durchchecken lassen. Geboten werden Seh- und Hörtest, Hautkrebs-Screening und Back Check Messungen.

Die Praxisdemo „seilwindenunterstütze Fällung“ demonstriert, dass das Abstandhalten eine Grundregel in der Forstprävention ist. Neben der Seileinbringung vom Boden aus werden die Schnitttechnik und der Verfahrensablauf realistisch nachvollziehbar gezeigt und Fachfragern kompetent beantwortet.

Abgerundet wird das Ganze mit einer Fällrichtungsbestimmung zum Mitmachen, sowie einer 3D-Simulation zur Holz-Lkw-Beladung, bei der Besucher selbst das Steuer übernommen können. Auch das sichere Arbeiten mit dem bewährten Schlepper mit Forstseilwinde darf auf der Sonderschau nicht fehlen.

Öffnungszeiten / Preise / Anfahrt

Datum: 18. bis 22. Juli 2018, 9 bis 18 Uhr

Ort: Messezentrum München

Wichtige Zahlen: 70.000 Quadratmeter, 451 Aussteller aus 27 Ländern, rund 50.000 Besucher.

Tagesticket: 25 Euro (online) bzw. 36 Euro an der Kasse

Dauerticket: 55 Euro (online) bzw. 79 Euro an der Kasse

Weitere Infos: www.interforst.de

Anfahrt mit dem Auto: Die Interforst findet im Osten Münchens auf dem ICM-Gelände/ Neue Messe München statt, das direkt an der A 94 München-Passau liegt. Zu erreichen ist das Gelände über die Ausfahrten Feldkirchen-West sowie über München-Riem. Von dort werden die Fahrzeuge über ein Verkehrsleitsystem zum Messegelände gelotst. (Navi: Am Messeturm 4, 80829 München)

Unterkunft: München ist ein beliebtes Touristenziel – auch und gerade auch in den Sommerferien. Besucher der Interforst sollten sich daher rechtzeitig um ein Quartier kümmern. Die Messeleitung empfiehlt auf ihrer Internetseite mehrere Anbieter, über die Quartiere direkt gebucht werden können.


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