Magazin Wirtschaft

Innung Reutlingen :

Landtechniker trafen sich zur Mitgliederversammlung

Anfang Februar kamen die Mitglieder der Innung in Hohentengen (Baden-Württemberg) zur jährlichen Versammlung zusammen und besichtigten in diesem Rahmen den Betrieb Duffner Landtechnik

Innung Reutlingen: Landtechniker trafen sich zur Mitgliederversammlung

Interessiert besichtigen die Mitglieder der Innung Reutlingen das rund 20.000 qm große Betriebsgelände sowie die Halle für Neumaschinen des Betriebs Duffner Landtechnik.

Die Landmaschinenmechaniker-Innung Reutlingen lud seine Mitglieder Anfang Februar zur jährlichen Versammlung ein, die in diesem Jahr in den Räumlichkeiten der Duffner Landtechnik in Hohentengen stattfand. Obermeister Josef Unger thematisierte in seinem Jahresbericht die angespannte Stimmung in der Landwirtschaft, die u.a. von der Trockenheit, der öffentlichen Diskussion über Insektensterben und Treibhausgase sowie der weiteren Verschärfung der Düngeverordnung verursacht wurde.

In seinem weiteren Bericht empfahl Unger die dreitägige Ausstellung „Straße des Handwerks“, die vom 25. bis 27. April in Reutlingen stattfindet. Die Landmaschinenmechaniker-Innung Reutlingen wird sich an dieser Messe vor allem hinsichtlich der Nachwuchsförderung beteiligen und die Werbetrommel zur Gewinnung von Auszubildenden rühren. Geplant ist ein Stand mit einer Großmaschine – aller Voraussicht nach ein Feldhäcksler – sowie Kleingeräten, anhand derer Funktionen und Fehleranalysen live vorgeführt werden. Zusätzlich gibt es Informationen rund um die Aus- und Weiterbildung des Landmaschinenmechanikers.

Nach Obermeister Josef Unger übernahm Michael Rabe das Wort, VdAW Fachreferent für Landtechnik und Motorgeräte. Er verwies in seinem Vortrag auf den bevorstehenden Innungsworkshop 2025, die kommende Gesellenprüfung der Land- und Baumaschinenmechatroniker und die vom Landesinnungsverband beschlossenen neuen ÜBA-Lehrgänge. Weiterhin referierte er über die Umfrageergebnisse zur Pflanzenschutzgeräteprüfung, die Stundenverrechnungssätze, die Ausbildungsvergütung und das Angebot der technischen Beratung. Es folgte eine rege Diskussion dieser Themen unter den Landtechnikern.

Mit seinem Bericht aus der Kreishandwer- kerschaft brachte Geschäftsführer Ewald Heinzelmann die Veranstaltung zum Ausklang. Hierbei thematisierte er beispielsweise die durch den demographischen Wandel angespannte Situation am Ausbildungsmarkt, die Lenkzeiten, Berufsfahrerqualifikationsmodule und Handwerkerregelungen. In seinem Vortrag ging er zusätzlich auf das BGH-Urteil zur Nachbesserung bei Werkverträgen und die Programme zur energetischen Sanierung von Gebäuden ein.

Vor Beginn des offiziellen Teils waren die Teilnehmer zu einem Betriebsrundgang über das rund 20.000 m2 große Betriebsgelände eingeladen, bei dem Karl Josef Duffner seinen Kollegen das Unternehmen vorstellte. Beratung, Gebrauchtmaschinenausstellung und Neumaschinenvertrieb sind räumlich getrennt von der Werkstatt, den Büros und einem großen Lager mit über 30.000 Ersatzteilen. Der Betriebsrundgang führte vom Ersatzteillager durch die Werkstatt über den Hof in den hinteren Bereich der 2017 erbauten Halle, in der die Gebrauchtmaschinen untergebracht sind.

Der Vertrieb von Neumaschinen findet dagegen im „Duffner Forum 1934“ statt, wo der Rundgang schließlich endete. In seiner anschließenden Präsentation ging Karl Josef Duffner auf die 80-jährige Firmengeschichte und die Philosophie des Unternehmens ein. Darüber hinaus erläuterte er die Zukunftspläne der Firma und thematisierte die Herausforderungen der Agrartechnikbranche im neuen Jahrzehnt.


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