Magazin Wirtschaft

Innung für Land- und Baumaschinentechnik Stade, Elbe-Weser-Raum :

„Universell wie ein Schweizer Taschenmesser“

63 Nachwuchskräfte für den Beruf fit gemacht – Erstmals erhielt Absolventin Gesellenbrief

Innung für Land- und Baumaschinentechnik Stade, Elbe-Weser-Raum: „Universell wie ein Schweizer Taschenmesser“

Die stolzen Absolventen rahmen Nele Katharina Ritscher aus Fredenbeck als einzige weibliche Nachwuchskraft ein.

Jahrgangsbester Jannes Loell eingerahmt von den Köpfen seines Lehrbetriebes Bredehöft und Partner aus Lintig, vertreten durch Holger, Senior Heinz und Michael Bredehöft (v.l.).

Jahrgangsbester Jannes Loell eingerahmt von den Köpfen seines Lehrbetriebes Bredehöft und Partner aus Lintig, vertreten durch Holger, Senior Heinz und Michael Bredehöft (v.l.).

Der festlich geschmückte Saal in Bremervörde ist gut gefüllt. Knapp 220 Gäste und 63 Lehrlinge des Ausbildungsberufes zum Land- und Baumaschinenmechatroniker feierten am 26. Januar ihre Freisprechung aus ihrem Lehrverhältnis und damit die Freisprechung von ihren bisherigen Azubi-Pflichten.

In diesem Jahr stach eine Person ganz besonders hervor: Zum ersten Mal begrüßte die Innung eine Absolventin in den Reihen der Freizusprechenden. Nele Katharina Ritscher aus Fredenbeck hat sich als Exotin in die Männerwelt getraut und wurde mit einem Gesellenbrief belohnt. „Ich habe keinen Moment gezweifelt und bin auch heute noch stolz auf meine Entscheidung für die handwerkliche Ausbildung“ so die selbstbewusste 19-Jährige, die im Innungsfachbetrieb New-Tec West in Heinbockel-Hagenah ihre Ausbildung absolvierte.

Traditionell werden die jungen Handwerker in einem feierlichen Akt offiziell in den Gesellenstand erhoben. Ein wichtiger Tag für die jungen Gesellen, den sich auch der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade Eckhard Sudmeyer nicht entgehen ließ. Er sprach den 63 Prüflingen in seiner Festrede ins Gewissen: „Sie alle sind Hightech. Retten Sie jeden Tag irgendwem, irgendwo seine eigene kleine Welt!“.

Dieser Appell ging auch an Jannes Loell, Jahrgangsbester 2018, der mit knapp 92 % seinen Abschluss feiern konnte. Er absolvierte seine beispiellos gute Ausbildung im Innungsfachbetrieb Bredehöft und Partner in Lintig, die es sich nicht nehmen ließen, ihren erfolgreichen Schützling an diesem Abend zu begleiten. Wenige Prozentpunkte dahinter (87 %) findet sich der ebenfalls 21-jährige Lennart Kammke aus Schwanewede auf dem zweiten Rang wieder. Den dritten Platz sicherte sich Ansgar Meyer (86 %). Der 19-jährige Belumer lernte im Innungsfachbetrieb Burdewick GmbH, Lahmstedt.

Obermeister Peter Brockmann moderierte die Veranstaltung und begrüßte die Lehrlinge und deren Familien, Freunde, Bekannte und Unterstützer. Jahrelange Begleiter, wie Lehrer der Berufsschulen, Prüfungsausschuss- und Innungsmitglieder wollten sich diesen Etappensieg der Nachwuchshandwerker ebenfalls nicht entgehen lassen. Er sprach zu den Absolventen: „Ihr habt sicher nichts geschenkt bekommen – heute ist ein Tag der Freude und des Feierns“ und Brockmann weiter: „Wir alle, Innung, Schulen, TZH, Eltern und Betriebe, haben dasselbe Ziel – wir müssen und wollen beim technischen Fortschritt am Ball bleiben, immer zeitgemäß sein und stets auf dem neuesten Stand der Dinge bleiben. Zusammen sind wir ein Spitzenteam.“

Fünf Schulstandorte, darunter die Berufsbildenden Schulen Cadenberge, Stade und Zeven, Lehrer, Meister, der gesamte Prüfungssauschuss und nicht zuletzt das Technologiezentrum des Handwerks in Stade, in dem die Auszubildenden Lehrgänge und ihre Prüfung absolvieren, würden wie Zahnräder ineinander greifen. Brockmann richtet seine Worte punktgenau an die jungen Handwerker: „Sie haben sich für den „geilsten“ Beruf der Welt entschieden, Sie haben 42 Monate eine der vielseitigsten Ausbildungen genossen und sind nun universell, wie ein Schweizer Taschenmesser.“


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