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Manfred Birnbaum wird für seinen langjährigen Einsatz zum Ehrenobermeister ernannt. Von rechts nach links: Franz Moosherr (Geschäftsführer Kreishandwerkerschaft Ravensburg), Obermeister Anton Harscher, Ehrenobermeister Manfred Birnbaum, Landesinnungsmeister Kurt Neuscheler, Fachreferent Michael Rabe.
Die Landmaschinenmechaniker-Innung Oberschwaben hat einen neuen Namen und ein neues Logo: Auf dem Innungstag in Bad Wurzach beschlossen die Mitglieder, künftig unter dem Namen „Innung der Land- und Baumaschinenmechatroniker Bodensee-Oberschwaben“ aufzutreten. Gleichzeitig wurde das neue Logo eingeführt, das auch Landes- und Bundesverband verwenden. Mit diesem Schritt will die Innung in eine Phase verstärkter Mitgliederwerbung und zusätzlicher Aktivitäten starten.
Ein Höhepunkt der Veranstaltung waren die Ehrungen verdienter Mitglieder. Florian Reutlinger ehemals Auszubildender bei Harscher, heute Agrartechnik Hartl, wurde für seine herausragenden Leistungen als Kammersieger ausgezeichnet. Matthias Dudik erhielt eine Ehrung für zehn Jahre ehrenamtliches Engagement. Manfred Birnbaum, langjähriger Obermeister und prägende Persönlichkeit der Innung, wurde für seine Verdienste zum Ehrenobermeister ernannt. Mit anhaltendem Applaus dankten ihm die Mitglieder für seinen Einsatz. In seiner Rede betonte Birnbaum die Bedeutung der Zusammenarbeit innerhalb der Innung und ermutigte seine Kollegen, sich weiter aktiv in Innung und Nachwuchsförderung einzubringen.
Infos zu Ölen
Obermeister Anton Harscher zog Bilanz und berichtete von der erfolgreichen Teilnahme an den Handwerker Games auf der Landesgartenschau in Wangen im vergangenen Jahr, die Jugendliche für den Beruf des Land- und Baumaschinenmechatronikers begeistern soll. Die nächsten Handwerker Games finden am 10. Juli 2025 auf dem Gelände der Kreishandwerkerschaft Ravensburg statt. Harscher dankte Lehrlingswart Manuel Leuthner und Albrecht Grimm für ihr Engagement.
Fachvorträge vermittelten praxisnahes Wissen für die Branche. Werner Seeburger und Walter Ziegler von der Seeburger-Schick Mineralöl GmbH informierten über Öle und Schmierstoffe für die Landtechnik. Sie erläuterten Herstellungsprozesse, Additive und Unterschiede bei Bio-Hydraulikölen. Außerdem stellten sie Lösungen vor, mit denen Werkstätten sowohl Land- als auch Baumaschinen mit nur zwei Öltypen versorgen können.
Aktuelle Informationen aus dem Landesinnungsverband rundeten die Veranstaltung ab. Fachreferent Michael Rabe stellte unter anderem den zum Schuljahr neu eingeführten digitalen Fahrplan zur Gesellenprüfung sowie das breitgefächerte Beratungs- und Schulungsangebot im Detail vor.
Bereits am Vormittag hatten die Innungsmitglieder Gelegenheit, an einer Werksführung bei Sigg-Fahrzeugbau in Bad Wurzach teilzunehmen. Dort erhielten sie einen detaillierten Einblick in den Produktionsprozess. Von der Konstruktionsabteilung über die Laserschneidanlage bis hin zur Montage konnten sie die Anhängerfertigung hautnah erleben. Besonders beeindruckten die Geschwindigkeit der Laserschneidanlage und die hohe Präzision der Schnittkanten. Auch die Fertigung der verschiedenen Anhängermodelle, etwa Pferde- oder Baumaschinenanhänger, und die Möglichkeit der kundenorientierten Anpassung wurden anschaulich vorgestellt.
Das Familienunternehmen wird in zweiter und dritter Generation geführt und produziert mit rund 40 Mitarbeitenden jährlich etwa 1.000 Anhänger und Fahrgestelle. Zudem werden in der betriebseigenen Reparaturwerkstatt rund 250 bis 300 Anhänger pro Jahr überholt und repariert .
Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch der Ausstellung „Moor Extrem“ im Naturschutzzentrum Wurzacher Ried. Dort informierten sich die Fachhändler über die geologischen und ökologischen Besonderheiten des größten noch intakten Hochmoors Mitteleuropas.













