Handelsbedingungen - Bauernproteste vor Warenlagern gehen weiter

Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Otte-Kinast zeigt Verständnis

Die Proteste von Landwirten gegen die aus ihrer Sicht unfairen Handelsbedingungen und zu niedrigen Erzeugerpreise reißen nicht ab. In mehreren Bundesländern haben Bauern wieder zahlreiche Warenläger des Lebensmitteleinzelhandels mit Schleppern blockiert und lautstark auf ihre prekäre Situation aufmerksam gemacht. Organisiert von der Initiative „Land schafft Verbindung“ fanden solche Blockadeaktionen vor Aldi- und Lidl-Zentrallägern in Nordrhein-Westfalen, Brandenburg, Bayern und weiteren Bundesländern statt. In Niedersachsen sollen laut Polizeiangaben mindestens acht Standorte von Discountern betroffen gewesen sein. Bei der niedersächsischen Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast stoßen die Bauern mit ihrem Anliegen auf Verständnis. Bei einem Branchengipfel mit Vertretern von Molkereien, des Handels und von Agrarverbänden stellte die Ministerin fest, dass sich die Leistungen der Landwirte für hochwertige und nachhaltig produzierte Lebensmittel nicht an der Ladenkasse widerspiegeln würden.

Otte-Kinast betonte das Anrecht der Erzeuger auf „faire Preise“ und forderte „eine gemeinsame Kraftanstrengung von Politik, Landwirten, Molkereien und Handel“ für „konkrete Konzepte, wie unsere hochwertigen Markenprodukte deutlich sichtbar Wertschätzung erhalten“. „Wir brauchen Zukunftslösungen für die verschiedenen Sektoren“, so die CDU-Politikerin.

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