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... die passende Pumpe.
Die Ausbringung der Gülle mittels Verschlauchung im Gegensatz zum traditionellen Güllefass ist kein neues Verfahren. Sie entwickelte sich bereits in den 80er Jahren. Ausschlaggebend waren mit Fässern nicht mehr sicher befahrbare Hanglagen sowie nasse Standorte, auf denen der hohe Bodendruck ein Problem war. Genau hier setzt die Gülleverschlauchung von Perwolf an.
Die Gülleverschlauchung ist in Österreich recht verbreitet, findet in Deutschland aber ebenfalls bereits in kleiner strukturierten Gebieten in Bayern sowie in Großbetrieben in den ostdeutschen Bundesländern ihre Anwendung. Während in Ostdeutschland oft der Personalmangel ein wichtiger Aspekt ist, rückt durch die außergewöhnliche Witterungssituation in den letzten Monaten das Verfahren nun auch in Norddeutschland in den Blickpunkt vieler Betriebe: Wenn Grünland- und Ackerflächen für die doch recht schwergewichtige konventionelle Gülletechnik kaum befahrbar sind, sucht jeder Betriebsleiter nach einer Alternative.
Ein großer Vorteil ist ganz klar das geringe Gewicht der nötigen Technik: Nicht nur das Gewicht des Güllefasses entfällt, für die Verschlauchung der Gülle kann auf dem Acker ein deutlich kleinerer Schlepper eingesetzt werden, als dies vor den mittlerweile recht großen Güllewagen notwendig ist. Auf diesem Wege können die Befahrbarkeitsprobleme deutlich reduziert werden.
Unabhängig von der Witterungssituation ist der Aspekt der Bodenschonung auf schwierigen Standorten immer ein Thema. Dr. Thomas Fössl, selbst Landwirt mit einem Grünlandbetrieb und Geschäftsführer von Perwolf Gülletechnik, erklärt: „Unsere Gülleverschlauchungssysteme sind speziell darauf ausgelegt, auch bei schwierigen Verhältnissen eine bodenschonende Ausbringung zu ermöglichen. Das macht sie zu einer idealen Lösung gerade auch für die Grünland-und Moorregionen Niedersachsens.“
Kostengünstige Ausbringung auch für kleinere Betriebe
Die Perwolf Gülleverschlauchung ist zwar insbesondere für arrondierte Betriebe geeignet und bietet Ausbringleistungen zwischen 120 m³ und knapp 200 m³ pro Stunde. Sie ist aber auch für kleinere und mittlere Betriebe sinnvoll. Die Investitionskosten im Vergleich zur Anschaffung eines Güllefasses mit bodennaher Ausbringtechnik seien mittlerweile wesentlich niedriger, erläutert Fössl. Je nach Einsatzzweck können die einzelnen Komponenten der Verschlauchung in ihrer Größe und Funktion ausgewählt werden. Somit sind die Systeme sowohl für einen Milchviehbetrieb mit 80 oder 120 Milchkühen in Eigenmechanisierung ebenso wie für Lohnunternehmen mit geplanten Jahresleistungen von 80.000 m³ individuell konfigurierbar.

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Die beiden Geschäftsführer der Perwolf Gülletechnik GmbH, Gründer Johannes Zechner und Dr. Thomas Fössl (von links).

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Der Schleppschuhverteiler Eptum mit höhenverstellbaren Tasträdern.
Robustes Material speziell für die Verschlauchung entwickelt
An dem Verfahren interessierte Landwirte mögen zunächst Bedenken bezüglich der Stabilität und langfristigen Haltbarkeit der eingesetzten Schläuche sowie der Ausbringtechnik haben. Hier argumentiert das Perwolf-Team, dass man sich auf die Gülleverschlauchung spezialisiert habe und die Technik daher auf das Verfahren abgestimmt sei.
Das bedeutet, dass beispielsweise die Schleppschuhe der Schleppschuhverteiler aus dem Material EPDM (formstabiles gummiähnliches Material) gefertigt sind. Eine Überfahrt der am Boden liegenden Schläuche ist somit problem- und folgenlos möglich. Bei starken Kurvenfahrten am Vorgewende lässt EPDM zudem eine Biegung nach vorne, hinten oder zur Seite zu. Der Landtechniker Fössl nennt weitere Beispiele: Die Schneidköpfe zur Querverteilung der Gülle können demnach mit höherem Innendruck beaufschlagt werden, damit bei Bedarf auch Steilflächen perfekt bearbeitet werden können.
Wie funktioniert die Gülleverschlauchung?
Direktausbringung per Schlauch: Die Perwolf Gülleverschlauchung eignet sich in der Direktausbringung vom Hof zum Feld mit Entfernungen von meist ein bis drei Kilometern besonders für arrondierte Betriebe. Ein großer Vorteil sind dabei die durch den Wegfall der Transport- und Leerfahrten möglichen hohen Ausbringleistungen zwischen 120 m³ und knapp 200 m³ pro Stunde. Auf dem Feld oder der Grünlandfläche arbeitet dann lediglich ein leichter Schlepper mit der Schlauchhaspel in der Front und der bodennahen Ausbringungstechnik im Heck.
Gülletransport zum Feld: Alternativ kann die Gülle auch vom Gülletransporter am Feldrand übernommen und dann per Schlauch mit ähnlichen Stundenleistungen und gleicher Ausbringungstechnik verteilt werden. In diesem Fall wird lediglich die Güllepumpe zusätzlich am Feldrand positioniert.















