Magazin Landwirtschaft

Gartenbau :

Erstmals wieder mehr Auszubildende

Beruf des Garten- und Landschaftsbauers am beliebtesten

Zum ersten Mal seit zehn Jahren ist die Zahl der auszubildenden Gärtner in Deutschland im Vorjahresvergleich gestiegen. Wie der Zentralverband Gartenbau (ZVG) jetzt unter Verweis auf die Auswertungen für das Jahr 2017 mitteilte, wurden insgesamt 12.558 Auszubildende verzeichnet, das seien 192 oder 3,8 % mehr als 2016 gewesen.

Der Beruf des Gärtners blieb damit laut dem Branchenverband der beliebteste in der Landwirtschaft. Die Zahl der neu eingestellten Auszubildenden habe mit 5.000 so hoch gelegen wie seit 2012 nicht mehr. Deutlich zulegen konnte der Bilanz zufolge vor allem der ohnehin mit Abstand beliebteste Beruf des Garten- und Landschaftsbauers, und zwar um 267 Karrierestarter oder 7,3 % auf 9.147. Der Zierpflanzenbau landete mit 1.536 Auszubildenden insgesamt zwar weiterhin auf dem zweiten Platz, büßte aber zwölf Neueinsteiger oder 2,0 % im Vorjahresvergleich ein. Deutlicher abwärts ging es für die Baumschulen. Hier wurden mit 690 Auszubildenden rund ein Fünftel weniger gezählt als 2016.

ZVG-Präsident Jürgen Mertz nannte die stabile Entwicklung innerhalb der gärtnerischen Fachsparten zwar „erfreulich“. Er drängte jedoch auch darauf, vor dem Hintergrund des anhaltenden Fachkräftemangels verstärkt den gärtnerischen Nachwuchs zu fördern. „Mit unserer erfolgreichen Nachwuchskampagne ‚Gärtner. Der Zukunft gewachsen‘ setzen wir auf verschiedenen Ebenen an, um die Anerkennung und Wertschätzung der berufspraktischen Ausbildung zu erhöhen“, so Mertz.

Die aktuelle Statistik zeigt laut Verband auch, dass sich bei fast allen ZVG-Fachsparten die Bestehensquote bei der Abschlussprüfung auf über 90 % beläuft.


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