Magazin Landtechnik

Fritzmeier :

Sensor zur Düngung auf Teilflächen

Fritzmeier Umwelttechnik engagiert sich mit seiner Marke Isaria im Team mit sieben weiteren Projektpartnern in dem Forschungsvorhaben Diabek zur Digitalisierung der Landwirtschaft.

Fritzmeier: Sensor zur Düngung auf Teilflächen

Das passive Messsystem wird an den beiden Traktorspiegeln angebracht.

Digitale Technik und teilflächenspezifische Bewirtschaftungsansätze für mehr Umweltschutz, Ertrag, Qualität und Akzeptanz der modernen Landwirtschaft: Das sind die Ziele des Forschungsprojekts Diabek der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. Auch die Fritzmeier Umwelttechnik GmbH & Co. KG ist neben sieben weiteren Partnern daran beteiligt. Das vom Bundeslandwirtschaftsministerium  geförderte Projekt ist auf einen effizienteren Ressourcenschutz, mehr gesellschaftliche Akzeptanz der modernen Landwirtschaft sowie einen schnelleren Fortschritt der Digitalisierung auf kleineren und mittleren landwirtschaftlichen Betrieben ausgerichtet. Fritzmeier stellt dazu für die teilflächenspezifische Bewirtschaftung auf 14 Praxisbetrieben im Umkreis von Triesdorf und den landwirtschaftlichen Lehranstalten in Triesdorf sein neues, sensorgestütztes Einstiegsmodell Isaria Pro Compact sowie den Sensor Isaria Pro Active zur Verfügung.

Auch auf kleineren und mittleren Betrieben gilt, dass die Ertragspotenziale innerhalb der einzelnen Felder vielfach wechseln. Entsprechend weisen die Pflanzen auf den verschiedenen Teilflächen einen unterschiedlichen Nährstoffbedarf auf. Eine für das gesamte Feld einheitliche Düngung führt damit entweder zu einem Nährstoffüberangebot oder zu einer Unterversorgung der Pflanzen. Der neue Stickstoffsensor Isaria Pro Compact richtet sich deshalb als Einstiegsmodell gezielt an Betriebe unter 100 Hektar Nutzfläche, bei denen die Digitalisierung derzeit noch nicht so stark genutzt wird. Als sogenanntes passives Messsystem messen hier die an den beiden Traktorspiegeln angebrachten Sensoreinheiten das von den Pflanzen reflektierte Sonnenlicht im roten und nahinfraroten Bereich. Auf dieser Basis können der exakte Nährstoffbedarf der Pflanzen während der Überfahrt mit dem Düngerstreuer ermittelt und die Ausbringmengen des Düngerstreuers in Echtzeit angepasst werden.

Die Versuche werden hinsichtlich ihrer ökonomischen und ökologischen Aspekte bewertet und dienen nachfolgend einerseits als Grundlage für den Wissenstransfer und die kontinuierliche Weiterbildung in der landwirtschaftlichen Praxis. Darüber hinaus wird auf dieser Basis aber auch ein Kommunikationskonzept erarbeitet, mit dem die gesellschaftliche Akzeptanz der modernen Landwirtschaft und ihrer digitalen Instrumente erhöht werden soll.

Diabek ist eines der sechs vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft initiierten digitalen Experimentierfelder. Hier sollen digitale Technologien für die Landwirtschaft untersucht, deren Praxistauglichkeit bewertet und die Umsetzung geeigneter Instrumente in die Praxis forciert werden. Hintergründe zu dem Diabek-Projekt sind unter https://diabek.hswt.de zu finden.


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