Das Förderprojekt FieldDataSync ist offiziell gestartet. Hier wird eine herstellerunabhängige, drahtlose Datenübertragungslösung entwickelt, die eine Kommunikation zwischen Landmaschinen ermöglicht, ohne auf mobile Internetverbindungen angewiesen zu sein. So können mehrere Arbeitsgeräte auch in abgelegenen Regionen auf einem Feld zusammenarbeiten und Daten sicher und zuverlässig in Echtzeit austauschen. Der besondere Fokus auf die Interoperabilität der Lösung baut auf dem bestehenden ISO 11783-Standard sowie den Vorarbeiten der AEF auf.
Neben der reinen Funktechnologie steht im Projekt FieldDataSync auch das Fahrzeuggruppenmanagement im Fokus. Ziel ist es, mehreren (autonomen) Maschinen eine nahtlose Zusammenarbeit über weite Distanzen zu ermöglichen, indem beispielsweise gemeinsame Abdeckungskarten der bereits bearbeiteten Fläche in Echtzeit geteilt werden. So ist es beispielsweise möglich, mit mehreren Fahrzeugen gleichzeitig auf demselben Feld zu arbeiten, ohne dass Verluste durch Doppelbearbeitung entstehen. Weitere Anwendungsfälle zielen auf die gemeinsame Navigation oder das Controlled Traffic Farming mit mehreren Fahrzeugen ab. Auch die Fernsteuerung einzelner Aktuatoren, die Übertragung von Videostreams und die Anzeige von Prozessdaten werden durch Funk ermöglicht und im Projekt sowohl theoretisch als auch praktisch untersucht.
Das ist der Arbeitsplan
Das Projekt FieldDataSync beinhaltet die umfassende Planung und Entwicklung einer herstellerunabhängigen, drahtlosen Datenübertragungslösung für die Landwirtschaft. Im ersten Arbeitspaket wird, basierend auf den Anforderungen von Landwirten sowie Traktor- und Geräteherstellern, die Konzeptentwicklung bis hin zur Integration der entwickelten Technologien in landwirtschaftliche Fahrzeuge ausgearbeitet. Darauf aufbauend erfolgt die Auswahl der drahtlosen Kommunikationstechnologien und die Implementierung von Algorithmen zur robusten Bildung und Verwaltung von Maschinengruppen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Interoperabilität der Lösung, um die Kommunikation zwischen Maschinen unterschiedlicher Hersteller sicherzustellen.
Entwickelt werden Lösungen für den anwendungsspezifischen Austausch von Abdeckungskarten, die Navigation mehrerer Fahrzeuge auf dem Feld, die Fernsteuerung von Aktoren und das Videostreaming zwischen Maschinen. Die Anwendbarkeit der Entwicklungen wird durch laufende Demonstrationen mit realen Maschinen und Arbeitsprozessen getestet und einem breiten Publikum, beispielsweise auf Messen, präsentiert. Ziel ist es, eine sichere und effiziente drahtlose Kommunikation zu ermöglichen.
Das Konsortium besteht aus folgenden Partnern:
Technische Universität München, Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes, AGCO/Fendt, Lacos, OSB connagtive GmbH, digisaar UG
Weiterhin wird das Projekt FieldDataSync von den folgenden assoziierten Partnern unterstützt:
AEF Agricultural Industry Electronics Foundation e.V. , Claas Selbstfahrende Erntemaschinen GmbH, ITK Engineering GmbH, Maschinenfabrik Bernard Krone GmbH & Co. KG, Satel Oy
Das auf drei Jahre angelegte Projekt wird durch Fördermittel unterstützt. Erste Ergebnisse und Prototypen werden bereits im kommenden Jahr erwartet.










