Magazin Landtechnik

Fendt :

Pflug-WM in Deutschland

Am 1. und 2. September fand in auf dem Hofgut Einsiedel in Kirchentellingsfurt/Baden-Württemberg die 65. Pflüger-Weltmeisterschaft statt. Fendt und Lemken präsentierten Maschinen in der Praxis.

Fendt: Pflug-WM in Deutschland

Die Kampfrichter begutachten akribisch über Stunden hinweg jede Furche, jedes pro Teilnehmer 0,2 ha umgepflügte Feld.

Endlich wieder eine Pflug-WM in Deutschland – das dachten sich viele und strömten zu Tausenden in zwei Tagen auf das Hofgut Einsiedel in Kirchentellingsfurt/Baden-Württemberg. Das letzte Mal war die Welt Pflüger Meisterschaft vor 20 Jahren in Deutschland. Jetzt reisten am 1. und 2. September über 60 Pflüger mit ihren Maschinen aus 32 Ländern an, um sich im Stoppel- und Grünlandpflügen zu messen. Das Alter der Teilnehmer reichte von 16 bis 65 Jahre. Unter ihnen war auch Florian Sander aus dem niedersächsischen Bötersen. Der Deutsche Meister im Beetpflügen von 2016 wurde von der ZG Raiffeisen Technik GmbH mit einem Fendt 210 Vario ausgestattet.

Die Leistungspflüger mussten im Wettkampf jeweils einen Dreh- und einen Beetpflug einsetzen. Dieser darf nicht mehr als 2-3 Schare besitzen. Spurführungssysteme waren nicht erlaubt.

Mit dem Ziehen der Spaltfurche beginnt das Pflügen. Gefordert wird eine gleichmäßige Tiefe sowie Breite und die Gleichmäßigkeit der heraus gelegten Erdbalken über die ganze Länge der Furche. Unkraut und Bewuchs müssen abgeschnitten und sauber aus der Furche geräumt sein. Die Kampfrichter begutachteten akribisch über Stunden hinweg jede Furche, jedes pro Teilnehmer 0,2 ha umgepflügte Feld.

Neben dem Wettpflügen wurde auch die lange Historie des landwirtschaftlichen Pflügens in der Praxis vorgeführt. Dampfpflügen oder die Bodenbearbeitung mit Pferden gaben den Zuschauern einen Eindruck, wie schwer, zeitaufwendig und mühsam die Arbeit der Bauern früher war.

„Die Einstellung von einem Pflug hat sich vom Pferdepflügen zum Traktorpflügen inklusive historisches Traktorpflügen nicht verändert“, beschreibt Peter Baumgärtner, Leiter AgroTraining des Unternehmens Lemken die tiefe Bodenbearbeitung. „Wir müssen nach wie vor die Vorderfurchenbreite, die Zuglinie und die Neigung eines Pfluges einstellen. Aber heute haben wir deutlich mehr Bedienkomfort“, sagte er Experte. Heute nimmt der Fahrer alle Einstellungen am Varioterminal über den ISOBUS in der Traktorkabine vor.

Lemken, Hauptsponsor der Pflug WM, stellte mit Fendt zusammen den praktischen Teil der modernen Bodenbearbeitung vor. Mehrmals am Tag zeigten sie dem interessierten Publikum in praktischen Feldvorführungen diverse Gespanne.

Am zweiten Tag hatte der Wettergott kein Erbarmen mit den Leistungspflügern. Auch Leistungspflüger Florian Sander musste bei Regen seinen Pflug nachjustieren. Trotz nicht optimaler Verhältnisse schlug er sich tapfer und erringt am Ende Platz 14 – laut Fendt ein gutes Ergebnis bei solch einer starken internationalen Konkurrenz.


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