FederUnacoma:

Traktorenverkauf boomt in Landtechnikmärkten

Deutliche Rekordsteigerungen in allen wichtigen Ländern – Auch in Russland mehr Traktoren

FederUnacoma: Traktorenverkauf boomt in Landtechnikmärkten

Italiens Traktorenmarkt wuchs bis September um 44 Prozent.

Die am Vorabend der EIMA International veröffentlichten Verkaufszahlen für Traktoren zeigen Rekordsteigerungen in allen wichtigen Ländern. „Der allgemeine Wirtschaftsaufschwung ermutigt zu Investitionen“, sagt Alessandro Malavolti, Präsident von FederUnacoma, „aber entscheidend sind die guten Leistungen der landwirtschaftlichen Produktion und vor allem die Wachstumsaussichten des Primärsektors, der in den nächsten neun Jahren um 18 Prozent bei der pflanzlichen Produktion und 13 Prozent bei den tierischen Erzeugnissen wachsen wird.“

Der Absatz von Landmaschinen, Ausrüstungen und Komponenten steigt auf allen wichtigen Märkten in einem noch nie dagewesenen Tempo. Die im Rahmen der EIMA bekanntgegebenen Traktorenzulassungen weisen auf ein beständiges Wachstum in den Vereinigten Staaten hin. Nachdem die USA das Jahr 2020 bereits mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen hatte, verzeichnete das Land in den ersten neun Monaten dieses Jahres fast 246.000 Einheiten. Dies entspricht einem Anstieg von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Indien – der weltweit größte Markt in Bezug auf die verkauften Einheiten – verzeichnete in den ersten neun Monaten dieses Jahres 680.000 Einheiten, ein Plus von 25 Prozent.

Die europäischen Märkte waren durch positive Trends gekennzeichnet. In Deutschland lag der kumulierte Absatz im September seit Jahresbeginn bei circa 25.700 Einheiten, ein Plus von 6,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, und auch in Großbritannien und Spanien wächst der Markt beständig. Dort erreichten die Verkäufe in den ersten neun Monaten des Jahres 11.247 beziehungsweise 8.245 Einheiten, was einem Anstieg von 20 Prozent beziehungsweise 13 Prozent entspricht. Unter den EU-Ländern sticht Italien mit einer Wachstumsrate von 44 Prozent (18.510 registrierte Einheiten) hervor, die deutlich über dem kontinentalen Durchschnitt liegt. Einer der dynamischsten Märkte ist die Türkei, die im September mit mehr als 39.000 Maschinen einen Zuwachs von 49 Prozent verzeichnete. Die Zahl ist jedoch weit von dem Niveau (73.000 Maschinen) entfernt, das 2017 erreicht wurde, bevor die Wirtschaftskrise und der anschließende Gesundheitsnotstand einen Einbruch des Inlandsabsatzes verursachten.

In Russland steigen die Zulassungen

Für andere wichtige Märkte weisen die Daten von Agrievolution auf deutliche Zuwächse in der ersten Jahreshälfte hin, wie zum Beispiel für die Russische Föderation. Hier verzeichnete man Mitte des Jahres ein Wachstum von 24,4 Prozent (über 17.400 Maschinen). Ebenfalls legte Japan in der ersten Jahreshälfte um 35,7 Prozent auf über 10.700 Einheiten zu. „Dieser Marktaufschwung ist auf eine Reihe von Gründen zurückzuführen“, so Malavolti, „zum einen auf den weltweiten Wirtschaftsaufschwung mit einem erwarteten Anstieg des weltweiten BIP von 5,9 Prozent im Jahr 2021 und 4,9 Prozent im Jahr 2022. Zum anderen auf die guten Leistungen der Landwirtschaft und ihre Wachstumsaussichten in den kommenden Jahren, die Investitionen in Technologien der neuen Generation erforderlich machen. Die guten Erträge in einigen Gebieten Osteuropas und Australiens haben den für die Russische Föderation vorgesehenen Rückgang der Weizenproduktion mehr als ausgeglichen.“

Darüber hinaus trägt das Wachstum der Reiserzeugung mit einem Rekordwert von 520 Mio. Tonnen, das heißt einem Plus von 1,3 Prozent, dazu bei, dass die prognostizierte Gesamtgetreideerzeugung um 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf rund 2,8 Milliarden Tonnen ansteigt.

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