Magazin Wirtschaft

Fachverband NRW :

Hier gab es Infos im Doppelpack

Mitgliederversammlung und Unternehmertagung bei Lemken

Fachverband NRW: Hier gab es Infos im Doppelpack

Nicola und Victor Lemken (Mitte) begrüßen die NRW-Fachhändler in Alpen.

Heinz-Georg Mors lobt das hohe Ausbildungsniveau der NRW-Fachbetriebe.

Heinz-Georg Mors lobt das hohe Ausbildungsniveau der NRW-Fachbetriebe.

Ende November führte der Fachverband Land- und Baumaschinentechnik NRW seine alljährliche Mitgliederversammlung durch. Gastgeber war die Firma Lemken in Alpen. Zum Auftakt der Veranstaltung, den in diesem Jahr das Unternehmerforum machte, konnte Firmenchefin Nicola Lemken zahlreiche Fachhändler begrüßen, die aus ganz Nordrhein-Westfalen an den Niederrhein gekommen waren. Bei einer informativen Werkführung erhielten die Veranstaltungsteilnehmer tiefe und spannende Einblicke in die Herstellung der „himmelblauen“ Maschinen.

Anschließend standen verschiedene Fachthemen auf der Agenda. Ulrich Beckschulte vom LandBauTechnik Bundesverband präsentierte den Teilnehmern Ergebnisse des diesjährigen Händler-Zufriedenheitsbarometers und gab die Noten der Vertragshändler für ihre Schlepperhersteller bekannt.

Über die aktuellen Entwicklungen im Pflanzenschutz informierte Iljan Schouten, der die Produktion sowie das Produktmanagement und -marketing der Lemken Pflanzenschutztechnik verantwortet. Landwirtschaft 4.0 und Digitalisierung böten enorme Potenziale, berichtete Schouten. Er stellte unter anderem die internetbasierte Datenaustauschplattform „agrirouter“ vor, die auf der Agritechnica mit einer Silbermedaille ausgezeichnet wurde. Diese neue Datendrehscheibe soll Landwirten und Lohnunternehmern den Datenaustausch zwischen Maschinen- und Agrarsoftware-Anwendungen unterschiedlicher Hersteller ermöglichen.

Für Digitalisierung wappnen

Natürlich ist die Digitalisierung auch für den Landmaschinenhandel ein wichtiges Thema. Das machte NRW-Verbandspräsident Heinz-Georg Mors auf der tags darauf folgenden Mitgliederversammlung deutlich. Die fortschreitende Digitalisierung erfordere eine entsprechende fachliche Qualifikation der Mitarbeiter in den Unternehmen. Dementsprechend käme der Weiterqualifizierung eine hohe Bedeutung zu. Gleichzeitig binde sie aber auch Mitarbeiter ans Unternehmen. Der Verbandspräsident lobte in diesem Zusammenhang die hohe Ausbildungsqualität und -leistung in den Betrieben.

Überdies ließ Mors das zu Ende gehende Jahr Revue passieren. Er bemerkte kritisch: „Derzeit ist die Stimmung teilweise besser als die aktuelle Lage“, denn die Rahmenbedingungen der Landwirtschaft seien nach wie vor schwierig. Während sich die Kosten stetig nach oben entwickelten, seien die Erzeugerpreise noch immer auf einem niedrigen Niveau. Hinzukomme der enorme bürokratische Aufwand, der weiter zunehme. In dieser Situation liege das Heil aber nicht allein in der Größe eines Betriebes – das gelte für die Landwirtschaft, aber genauso für die Landtechnikbranche. Vielmehr komme es darauf an, „die Hausaufgaben zu machen und Nischen zu erkennen.“ Punkten könne der Landtechnikfachhandel insbesondere durch hohe Qualität in der Beratung und im Service. In diesem Zusammenhang appellierte der Verbandspräsident an seine Kollegen, die Stundenverrechnungssätze im Blick zu behalten.


Diesen Artikel bewerten

Diskutieren Sie mit

blog comments powered by Disqus