Magazin Wirtschaft

EU/Japan :

Freihandelsabkommen

Bessere Absatzmöglichkeiten für europäische Agrarprodukte

Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, Ratspräsident Donald Tusk und der japanische Premierminster Shinzo Abe haben am 17. Juli nach fast sechs Jahren dauernden Verhandlungen das Freihandelsabkommen der Europäischen Union mit Japan (JEFTA) unterzeichnet. Die getroffenen Vereinbarungen werden 2019 knapp ein Drittel der weltweiten Weltwirtschaft und einen offenen Handelsraum mit mehr als 600 Millionen Menschen umfassen. Das Abkommen gilt vor allem für die EU-Landwirtschaft als besonders vorteilhaft.

Insgesamt soll der Handel der EU mit Japan in den nächsten Jahren für bis zu 85 % der Agrarprodukte liberalisiert werden. Für eine Reihe von Produkten wie Wein und viele Käsesorten ist der komplette Wegfall der Zölle geplant. Auch Schweinefleisch sowie verarbeitetes Schweinefleisch aus der EU wird bei Inkrafttreten von JEFTA einen ungehinderten Zugang auf den japanischen Markt erhalten. Zudem sollen die Handelshemmnisse für Rindfleisch zurückgefahren werden.

Das Thünen-Institut (TI) sieht mit Inkrafttreten von JEFTA in einer unlängst veröffentlichten Marktprognose vor allem Vorteile für die deutschen Milcherzeuger sowie EU-weit vor allem für die Schweinefleischproduzenten in Dänemark und Spanien.


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